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Gesundheitsberufe fordern Gipfel im Bundeskanzleramt
Über 40 Gesundheitsorganisationen fordern einen Gipfel im Kanzleramt und eine Neuausrichtung der Gesundheitspolitik. Ein gemeinsames Thesenpapier skizziert mögliche konkrete Maßnahmen.
Über 40 Organisationen, die mehr als vier Millionen Beschäftigte aus dem Gesundheitswesen vertreten, fordern die Bundesregierung auf, einen Gesundheitsgipfel im Bundeskanzleramt einzuberufen. Grund dafür ist die wachsende demografische Herausforderung: steigendes Durchschnittsalter und höherer Behandlungsbedarf treffen auf einen Fachkräftemangel durch altersbedingte Abgänge.
Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats, betont: „Das Gesundheitswesen ist in einem kritischen Zustand. Der Teufelskreis von Überlastung, Erschöpfung und Abwanderung von Fachkräften konnte bisher nicht durchbrochen werden.“ Schon im Routinebetrieb gehe die Schere zwischen Anspruch und Realität der Gesundheitsversorgung immer weiter auseinander.
Auch Dr. Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer, sieht dringenden Handlungsbedarf: „Neben einer zukunftsfähigen Finanzierung brauchen wir grundlegende Strukturreformen.“ Ute Repschläger, Vorsitzende des Bundesverbands selbstständiger Physiotherapeuten, ergänzt, dass vor allem bessere Arbeitsbedingungen nötig seien, um den Fachkräftemangel zu bewältigen.
Das Bündnis Gesundheit hat ein Thesenpapier an das Bundeskanzleramt übermittelt. Dieses stellt Lösungen zu den drei Schwerpunkten Fachkräftemangel, Strukturreformen und Finanzierung vor.
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