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Pflegekräfte dringend gesucht: Wie Rheinland-Pfalz handelt

Rheinland-Pfalz will den drohenden Fachkräftemangel in der Pflege bekämpfen. Die neue Fachkräftestrategie 2025 setzt auf Ausbildung, Anwerbung und Innovation. Doch reicht das aus?

Sozialministerin Dörte Schall (SPD)
Sozialministerin Dörte Schall (SPD) stelle die Fachkräftestrategie Pflege Rheinland-Pfalz 2025 in Mainz vor. Foto: Sozialministerium RLP

In Rheinland-Pfalz steigt die Zahl der Pflegebedürftigen, gleichzeitig fehlen Pflegefachkräfte. „Der hohe Fachkräftebedarf in der Pflege ist daher kein Zukunftsszenario, sondern schon heute Realität“, erklärte Sozialministerin Dörte Schall (SPD) bei der Vorstellung der Fachkräftestrategie Pflege Rheinland-Pfalz 2025. Bereits 2023 fehlten etwa 3.800 Fachkräfte im Land. Ohne Gegenmaßnahmen könnte diese Lücke bis 2035 auf über 7.100 ansteigen.

Das Konzept sieht vier Handlungsfelder mit insgesamt 47 Maßnahmen vor. Im Mittelpunkt stehen die Fachkräftequalifizierung, die Fachkräftegewinnung, die Fachkräftebindung sowie Digitalisierung und Innovation. Die Akademisierung der Pflege und die gezielte Förderung von Teilzeitausbildungen sollen laut Schall dazu beitragen, den Beruf attraktiver zu machen und die hohe Abbrecherquote von derzeit rund 40 Prozent zu senken.

Darüber hinaus will Rheinland-Pfalz verstärkt Pflegekräfte aus dem Ausland anwerben. Sprachförderprogramme und Integrationsmaßnahmen sollen hier eine langfristige Beschäftigung sichern. Ein weiteres zentrales Thema ist die Digitalisierung, die Arbeitsprozesse erleichtern und mehr Zeit für die direkte Pflege schaffen soll.

Passend dazu: „Zukunft der Pflege: Von der Einstiegsqualifizierung bis zum Master“ mit Heike Jurgschat-Geer auf dem AltenpflegeKongress, zum Beispiel in Würzburg (26./27. November) und in Dortmund (3./4. Dezember). Zur Anmeldung…