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Vier-Tage-Woche in der Pflege: Dieses Modellprojekt könnte Schule machen
Derzeit laufen viele Modellversuche für eine Vier-Tage-Woche in der Pflege. Besonders hervor sticht das DRK Sangerhausen: Hier wurde parallel die Arbeitszeit von 39 auf 36 Stunden reduziert. Weniger krankheitsbedingte Ausfälle sollen die Stundenreduktion kompensieren. Und diese Rechnung scheint aufzugehen.
Seit 1. Januar 2024 arbeiten alle Beschäftigten des DRK Sangerhausen, von der Verwaltung bis zur Pflege, nach dem neuen Arbeitszeitmodell: Vier Tage pro Woche bei 36 Wochenstunden. Klar ist: Eine Stundenreduktion muss an anderer Stelle kompensiert werden. Dafür braucht es aber nicht zwingend mehr Personal.
Der Vorstandsvorsitzende Andreas Claus hatte im Interview mit der Redaktion Altenpflege im März erklärt, dass bereits eine 25 Prozent geringere Arbeitsunfähigkeitsquote die Stundenreduktion überkompensieren würde. Jetzt, fast ein Jahr nach Einführung der Vier-Tage-Woche, ist dieses ambitionierte Ziel nahezu erreicht. Vor dem Hintergrund der der allgemein sehr hohen Arbeitsausfälle in den Pflegeberufen könnten die Erfahrungen des DRK Sangerhausen wegweisend für andere Träger und Einrichtungen in der Pflege sein.
Wie die Einführung der Vier-Tage-Woche gelungen ist und was andere Einrichtungen von den Erfahrungen des DRK Sangerhausen lernen können, stellt Andreas Claus auf dem AltenpflegeKongress 2024/2025 vor (jetzt informieren und anmelden). Claus wirbt für einen grundsätzlichen Wertewandel hin zu einer neuen Arbeitskultur: „Es sollen alle mal suchen und schauen, wie wir Arbeitswelten verändern können. Ein ganz kleiner Teil davon ist die Vier-Tage-Woche. Darüber hinaus gibt es immer noch mehr.“
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