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Pflegeheim wehrt sich gegen Abschiebung von zehn Mitarbeitenden
Zehn aus Kolumbien stammende Pflegepersonen eines Pflegeheims im niedersächsischen Wilstedt sollen wegen eines fehlenden Bleiberechts abgeschoben werden. Jetzt wendet sich das Heim mit einer erfolgreichen Petition an Mitglieder der Landesregierung.
Fast 50.000 Unterzeichner hat die Petition gegen die Abschiebung der kolumbianischen Pflegepersonen erreicht (Stand: 20.11.), die von einer Angehörigen gestartet und von weiteren Angehörigen der Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeitenden der Einrichtung mitgezeichnet wurde. „Deutschlands Behörden-Unsinn macht uns fassungslos: Weil die Asylanträge der Pfleger – trotz akuter Bedrohung durch paramilitärische Organisationen – abgelehnt wurden, dürfen sie auch nicht über die sogenannte ‚Fachkräftezuwanderung‘ bleiben“, heißt es darin. Die ausländischen Fachkräfte der auf Gerontopsychiatrie spezialisierten Einrichtung seien im Falle einer Ausweisung „von Tod und Gewalt bedroht“.
Die Petenten befürchten auch für das Pflegeheim und deren Bewohnerinnen und Bewohner drastische Folgen. Die vor der Abschiebung stehenden kolumbianischen Pflegepersonen machten etwa ein Drittel der Belegschaft aus. Ohne sie müssten Bewohnerinnen und Bewohner in andere Einrichtungen verlegt werden, eine vollständige Heimschließung sei zu befürchten.
Das Wilstedter Pflegeheim hat nun Ministerpräsident Stephan Weil, Innenministerin Daniela Behrens und Gesundheitsminister Andreas Philippi (alle SPD) eingeladen, um die Petition zu überreichen, berichtet unter anderem die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Nach Information der dpa stehe das Innenministerium im Kontakt mit der örtlich zuständigen Ausländerbehörde, um mögliche Handlungsoptionen zu klären.
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