News
Gelungener Kongressauftakt in Würzburg
Der erste von insgesamt vier AltenpflegeKongressen 2024/2025 ist in Würzburg gestartet. Zwei Tage lang sorgen neue Austauschformate zwischen Fachkräften, Expert:innen und Kolleg:innen für ein besonderes Erlebnis.
Heike Jurgschat-Geer widmete einen der ersten beiden parallel laufenden Vorträge der Zukunft der Pflege. Unter dem Titel „Von der Einstiegsqualifizierung bis zum Master“ haben die Teilnehmenden erfahren, wie die stationäre Pflege von aktuellen gesetzgeberischen Initiativen profitieren kann. Zur Diskussion standen die Ausbildung von Pflegefachassistenzpersonen, die erweiterte Heilkundeausübung und die Rolle der Advanced Practice Nurse.
Nichts für „Schönwetter-Führungskräfte“
Zeitgleich haben die Teilnehmenden im Rechtsupdate von Peter Sausen einen schonungslosen Blick auf den Ist-Zustand erhalten. Denn der sei nichts für „Schönwetter-Führungskräfte“: „Ein Teil der Mitarbeitenden ist auf allen Ebenen mit den heutigen Anforderungen und der Zukunftsvision schlicht überfordert“, so Sausen. Führungskräften erläuterte Sausen, wie sie mit den arbeitsrechtlichen Anforderungen mit Bezug auf den Mitarbeitereinsatz umgehen und praxistauglich darauf reagieren, wenn Mitarbeitende nicht leisten wollen oder aber nicht leisten können.
Austausch-Sessions bieten Plattform für nie dagewesene Interaktion
Wie es weitergeht: Impulsvorträge, Praxisbeispiele, Live-Umfragen und Diskussionsrunden zu den Themen stationäre Tourenplanung, Umsetzung von PeBeM und flexible Arbeitzeitmodelle liefern wertvolle Impulse, für alle Teilnehmenden, die die Arbeitsorganisation optimieren müssen.
Und im zweiten Vortragsstrang geht es um Wohlbefinden, also um das, was Pflegebedürftige und Mitarbeitende gleichermaßen stärkt: wie die Reduktion von Psychopharmaka in Altenpflegeheimen. Lydia Kassing aus einer der Praxis-Partnereinrichtungen, dem Resi-Stemmler-Haus in Euskirchen, und Ulrike Hackenholt von der Caritas Paderborn aus dem Projekt OPESA zeigen, wie eine personzentrierte Haltung häufigen und unbegründeten Psychopharmaka-Einsatz reduzieren hilft.
Weitere Austauschsessions nehmen in den Fokus, wie der Expertenstandard “Förderung und Erhaltung der Hautintegrität” in der Praxis ankommt. Oder wie zehn Jahre Pflegedokumentation mit dem Strukturmodell eine angemessene Maßnahmenplanung heute aussehen lässt.
Nächste Termine in Leipzig, Köln und Hannover
Neugierig? Für alle, die es nicht nach Würzburg schaffen (werden), bietet sich die nächste Gelegenheit in Leipzig (5./6. Februar mit Praxistag PeBeM am 4. Februar) und Köln (19./20. Februar und Pflegequalitätsgipfel und Praxistag PeBeM am 21. Februar) sowie Hannover (11./12. März).
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Sie haben noch kein Konto?
Jetzt registrieren