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Münchner Stadtrat fordert Duldung für Pflege-Azubis

Ein Pflegehelfer-Azubi in Bayern sollte abgeschoben werden, obwohl er im Beruf dringend gebraucht wird. Der Münchner Stadtrat fordert nun klare Regelungen für Ausbildung und Aufenthalt.

Drohende Abschiebungen von Beschäftigten in der Altenpflege sorgen regelmäßig für Diskussionen. Foto: Adobe Stock/ studio v-zwoelf

In einer gemeinsamen Resolution fordern der Münchner Stadtrat und die Münchner Pflegekonferenz klare Regelungen für Pflegeauszubildende mit unsicherem Aufenthaltsstatus. Insbesondere während der einjährigen Pflegefachhilfeausbildung sollen Duldungen unabhängig von späteren Zusagen ermöglicht und Wohnsitzauflagen flexibler gestaltet werden.

Anlass war die Festnahme eines 26-jährigen Pflegeauszubildenden Ende Februar 2024, der während einer Vorsprache bei der Ausländerbehörde Neuburg-Schrobenhausen in Abschiebehaft genommen wurde. Nur durch massiven politischen Druck konnte die Abschiebung gestoppt werden.

„Die berufliche Pflege benötigt solide und gesicherte Perspektiven und jede helfende Hand“, heißt es in der Resolution.

Die Forderungen zielen darauf ab, den Fachkräftemangel in der Pflege zu bekämpfen und Migrantinnen und Migranten den Berufseinstieg zu erleichtern. Außerdem drängt die Stadt auf eine bundesweite Reform des Aufenthaltsrechts, damit Auszubildende in der Pflege nicht an bürokratischen Hürden scheitern.

Passend dazu: Um aktuelle Rechtsfragen in der stationären Altenpflege geht es auch auf dem AltenpflegeKongress in Leipzig, Köln und Hannover. Rechtsanwalt Peter Sausen bringt die Teilnehmenden auf den neuesten Stand. Zum Programm…