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Neue Zahlen zur Gesundheit der Pflegekräfte lassen aufhorchen

Der Berufsgesundheits-Index 2024 zeigt alarmierende Trends in der Alten- und Krankenpflege. Warum die Werte erneut gesunken sind und welche Rolle die Pandemie spielt, lesen Sie hier.

Altenpflegerin telefoniert
Eine Mitarbeiterin in der stationären Altenpflege telefoniert. Der Berufsgesundheits-Index (BeGX) spiegelt wider, wie sich be- und entlastende Einflüsse für die Gesundheit und Arbeitssituation des Pflegepersonals über die Jahre verändert haben. Foto: Werner Krüper

Der Berufsgesundheits-Index (BeGX) für die Alten- und Krankenpflege ist auf den niedrigsten Stand seit 2013 gesunken. Das zeigen aktuelle Zahlen aus dem Bericht 2024, den die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) und die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund) veröffentlicht haben. Der BeGX berücksichtigt vier Dimensionen der Berufsgesundheit: Ressourcen, Arbeitsbedingungen, Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sowie Medien-Meinungsklima.

Mit einem Indexwert von 90 in der Altenpflege und 77 in der Krankenpflege spiegelt der Bericht deutliche Belastungen wider. „Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie sowie der Fachkräftemangel belasten die Gesundheit der Pflegekräfte erheblich“, heißt es im Bericht. Insbesondere die Dimension „Arbeits- und Erwerbsfähigkeit“ verzeichnet mit 25 Punkten in der Altenpflege und 7 Punkten in der Krankenpflege einen starken Rückgang.

Die Daten basieren auf dem Sozio-oekonomischen Panel 2022 sowie weiteren Quellen, darunter BGW, DRV Bund und AOK. Neben einem Anstieg der Arbeitsunfähigkeitstage und Berufskrankheiten zeigt der Report auch eine steigende Nachfrage nach Pflegekräften. Während die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Altenpflege weiter steigt, stagniert sie in der Krankenpflege. Insgesamt ist die Zahl der gemeldeten offenen Stellen – als Indikator für die Nachfrage nach Pflegekräften – deutlich gestiegen.

Eine Schwerpunktanalyse des Berichts beleuchtet geschlechtsspezifische Unterschiede: So sind männliche Pflegekräfte zufriedener mit ihrer Arbeit, klagen aber häufiger über ihr Einkommen. Frauen in der Altenpflege erleiden mehr Arbeitsunfälle und machen sich mehr Sorgen um ihren Arbeitsplatz.

Passend dazu: Der Gesundheitspädagoge Siegfried Huhn greift das Thema Wohlbefinden von Pflegekräften auf dem AltenpflegeKongress auf. Konkret geht es um Feindseligkeiten im Team und ihre Folgen. Alle Infos und Anmeldung…