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Künstliche Intelligenz in der Pflege: Der große Durchbruch kommt noch
Künstliche Intelligenz ist in der Pflege derzeit noch ein Randphänomen, dürfte in Zukunft aber zunehmend relevant werden. Das berichtet der Evangelische Pressedienst (epd).
Noch ist dieses erdachte Szenario Science-Fiction, doch es könnte in nicht allzu ferner Zukunft in Pflegeheimen Realität werden: Bewohner Günther steht mitten in der Nacht auf und möchte einkaufen gehen. Der am Eingang „wachende“ Serviceroboter bemerkt das. Er rollt auf Günther zu und fragt ihn freundlich, was er vorhabe. Weil die Maschine weiß, dass es tief in der Nacht ist und Günther demenzkrank, rät sie ihm, wieder ins Bett zu gehen und benachrichtigt gegebenenfalls den Nachtdienst.
Passend dazu: Wo Künstliche Intelligenz in der Pflege bereits zum Einsatz kommt
Beim Einsatz von KI in der Pflege geht es nicht darum, Pflegebedürftige alleine von Robotern betreuen zu lassen – zumal der Einsatz von Pepper, NAO und Co. technisch noch längst nicht ausgereift ist. Das zeigen auch die Erfahrungen der Evangelischen Heimstiftung, die im Rahmen eines Modellprojekts mit dem KI-gestützten sozialen Roboter „Navel“ zwar gute Erfahrungen gemacht, zugleich aber wichtige Funktionen vermisst und Entwicklungspotenziale festgestellt hat. Robotik-Experte Professor Sami Haddadin von der Technischen Universität München hofft, „dass Roboterassistenten dem Pflegepersonal in 20 Jahren sehr viele Aufgaben abnehmen.“
Neben Robotern sollen „intelligente“ Systeme das Personal entlasten. Beispielsweise, indem sie organisatorische Aufgaben, Analysen und das Monitoring automatisiert übernehmen. Die Diakonie Stiftung Salem in Minden, die rund 3.000 Mitarbeitende beschäftigt, nutzt KI in der mobilen Pflegedokumentation. Das Programm „voize“ ist eine Sprach-App, mit der die Dokumentation direkt vom Bewohnerzimmer aus ins Smartphone gesprochen wird. Nach einem Testlauf seien sieben stationäre Einrichtungen durch eine Projektmanagerin geschult und mit der App ausgestattet worden, sagte Carsten Wöhler, Prokurist und Geschäftsberichtsleiter Pflege & Leben der Diakonie Stiftung Salem, dem Evangelischen Pressedienst (epd). Man sehe eine Beschleunigung der Arbeitsleistung: „Es bleibt durch die schnellere Dokumentation gewonnene Zeit für die Betreuung der Bewohner übrig.“
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