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Stellen in der Pflege bleiben monatelang unbesetzt
Der Mangel an Pflegekräften spitzt sich zu: Zehn Monate dauert es in Rheinland-Pfalz im Schnitt, eine Stelle zu besetzen. Warum der Bedarf weiter steigt – und wie ausländische Fachkräfte helfen können.
Der Bedarf an Pflegekräften in Rheinland-Pfalz wächst weiter. „Der Fachkräftebedarf in der Pflege bleibt ungebrochen hoch“, sagte die Chefin der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit, Heidrun Schulz, der dpa. Gründe dafür seien der medizinische Fortschritt und die demografische Entwicklung.
Laut Schulz dauert es derzeit im Schnitt fast zehn Monate, bis eine offene Pflegestelle besetzt werden kann. Um den Personalmangel abzufedern, setzt die Bundesagentur für Arbeit verstärkt auf die Anwerbung ausländischer Pflegekräfte. „Neben den inländischen Arbeitskräften richten wir unseren Blick auf das ausländische Potenzial“, so Schulz.
In den vergangenen fünf Jahren sei der Anteil ausländischer Pflegekräfte in Rheinland-Pfalz von 9 auf 16,2 Prozent gestiegen. Die Zahl der Pflegekräfte mit deutscher Staatsangehörigkeit sei dagegen rückläufig. „Dabei setzen wir auf faire Migration und arbeiten nur mit Ländern zusammen, in denen es keinen eigenen Mangel an Pflegekräften gibt“, betonte Schulz.
Im Juni 2024 waren in Rheinland-Pfalz 76.500 Menschen in Pflegeberufen sozialversicherungspflichtig beschäftigt – 900 mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Auszubildenden in den Pflegeberufen ist mit 6.374 im Vergleich zum Schuljahr 2023/2024 nahezu konstant geblieben.
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