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Telematikinfrastruktur: Frist läuft – doch kaum jemand ist bereit
Noch vier Monate bis zum Stichtag – doch die meisten Pflegeeinrichtungen sind nicht auf den Anschluss an die Telematikinfrastruktur vorbereitet. Experten schlagen Alarm.
Die verpflichtende Anbindung aller Pflegeeinrichtungen an die Telematikinfrastruktur (TI) rückt näher. Bis zum 1. Juli 2025 müssen rund 36.000 ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen angeschlossen sein. Doch eine aktuelle Umfrage zeigt: Die Umsetzung stockt.
Laut einer Umfrage des Bundesverbands Gesundheits-IT (bvitg) e. V., der opta data Gruppe und der Pflegeverbände wissen zwar 92 Prozent der befragten Einrichtungen von der Anschlusspflicht, aber nur wenige haben konkrete Schritte eingeleitet. Bisher haben nur rund 12.000 Einrichtungen (33 Prozent) eine SMC-B-Karte beantragt, die für den Zugang zur TI notwendig ist. Noch gravierender: Nur rund 2.000 Pflegeeinrichtungen verfügen über eine KIM-Adresse für den sicheren E-Mail-Dienst im Gesundheitswesen.
„Die Umfrage hat unseren Eindruck bestätigt, dass die Anbindung der Pflege an die Telematikinfrastruktur nicht mit-, sondern nebenhergedacht wird“, sagt bvitg-Geschäftsführerin Melanie Wendling. Pflegeeinrichtungen bräuchten dringend mehr Unterstützung, insbesondere durch Schulungen und praxisnahe Anleitungen.
Ein weiteres Hindernis ist laut Wolfgang Voßkamp vom Bundesverband Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen (bad) e. V. die mangelnde Verlässlichkeit der bisherigen TI-Umsetzungen: „Bisher ist nicht eine einzige Umsetzung der Fachdienste fristgerecht erfolgt. Niemand glaubt an die vorgegebenen Startdaten.“ Dass bis Juli alle Pflegeeinrichtungen angeschlossen sein werden, hält er für unrealistisch.
Passend dazu: Stolperfallen der Digitalisierung vermeiden. Mehr dazu auf dem nächsten AltenpflegeKongress in Hannover am 11. und 12. März. Programm und Anmeldung…
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