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Betreuungsangebote in Pflegeheimen – Zu viel des Guten?

Betreuungsangebote im Pflegeheim schaffen Struktur und fördern Teilhabe – wenn sie freiwillig bleiben. Doch können die Angebote auch zu viel werden? Im Format „Pro und Contra“ der aktuellen Mai-Ausgabe der Zeitschrift Altenpflege treffen zwei Sichtweisen aufeinander.

Pflegeheimbewohner:innen nehmen an Betreuungsangeboten teil.
Foto: Krüper

Das sagen die Befragten:

Dr. Stephan Kostrzewa, Fachreferent & Dozent für Palliative Care und Hospizarbeit:

Orientierte Bewohner:innen nutzen sicherlich gut und gerne das bunte Freizeitprogramm mancher Pflegeheime. Bedenklich finde ich das tägliche „Disneyland“ für Menschen – insbesondere – mit fortgeschrittener Demenz. Der profitorientierte Bespaßungs-Markt hält ein reichhaltiges Betreuungsangebot vor, dass nichts mit der Bedarfslage dieser hoch vulnerablen Personengruppe gemein hat. Seit gut 25 Jahren erfassen Interviews, Reportagen und Studien die Bedürfnislage der Betroffenen. Diese kann, kurz zusammengefasst, mit Angst, Unsicherheit, Trauer und Hilflosigkeit umrissen werden.

Nicole Oerder, Heimleitung des Immanuel Seniorenzentrum Elstal und des Immanuel Seniorenzentrum Schöneberg:

Betreuung ist keine Bespaßung: Sie ist integraler und wertvoller Bestandteil der sozialen Tagesgestaltung in Pflegeheimen und hilft den Menschen dabei, ihren Alltag zu bewältigen, zu strukturieren und ihn mit Sinn zu füllen. Dazu braucht es eine große Vielfalt an Aktivitäten und Angeboten, damit jeder – ob mit oder ohne Demenz, ob körperlich eingeschränkt oder nicht – weder überfordert noch unterfordert ist. […] Die Bewohnenden haben die Möglichkeit, aus verschiedenen Aktivitäten zu wählen, die sie ansprechen und motivieren. Damit soll Langeweile vermieden und ein Gefühl der Zugehörigkeit und Gemeinschaft etabliert werden.

Die kompletten Statements und weitere Informationen zum Thema sind in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift Altenpflege verfügbar!