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TK: Pflegekräfte mit überdurchschnittlich vielen Fehltagen

Pflegekräfte waren 2024 durchschnittlich fast einen Monat krankgeschrieben. Mit 28,5 Fehltagen liegen sie weiterhin deutlich über dem Durchschnitt aller Beschäftigten, wie eine aktuelle Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK) zeigt.

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung
Die häufigsten Krankschreibungsgründe bei TK-versicherten Pflegekräften waren 2024 psychische Diagnosen und Erkrankungen des Atmungssystems (je 5,7 Tage) sowie Muskel-Skelett-Erkrankungen (4,9 Tage). Bild: Adobe Stock/nmann77

Besonders betroffen sind Beschäftigte in der Altenpflege mit 33,1 Krankheitstagen, während Krankenpflegekräfte auf 26,7 Tage kommen. Zum Vergleich: Der Durchschnitt über alle Berufsgruppen lag bei 18,2 Fehltagen. Trotz des leichten Rückgangs im Vergleich zu den Vorjahren bleibt die Situation in der Pflege angespannt.

Thomas Ballast, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der TK, erklärt die hohen Fehlzeiten: „Pflegekräfte sind oft körperlich und emotional stark gefordert, hinzu kommen oft lange Arbeitszeiten und Schichtarbeit.“ Die häufigsten Krankschreibungsgründe waren psychische Diagnosen und Erkrankungen des Atmungssystems (je 5,7 Tage) sowie Muskel-Skelett-Erkrankungen (4,9 Tage).

Prävention für ein gesünderes Arbeitsumfeld

„Um eine Abwanderung in andere Berufe zu verhindern, ist ein ansprechendes Arbeitsumfeld mit attraktiven Strukturen, beruflichen Perspektiven und guten finanziellen Rahmenbedingungen unabdingbar“, betont Ballast. Die TK unterstützt daher Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser bei der Etablierung gesundheitsfördernder Maßnahmen.

Der Fokus liegt dabei auf Ergonomie, Stressprävention und gesunder Führung. Die bisherigen Präventionsprojekte zeigen: Eine höhere Mitarbeiterzufriedenheit führt auch zu einer besseren Versorgung der Pflegebedürftigen.

Für die Auswertung wurden die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen von rund 6 Millionen TK-versicherten Erwerbspersonen analysiert.