News
AOK Rheinland/Hamburg: „Mehr Selbstbestimmung für Ältere“
Fokus auf Prävention und Rehabilitation: Eine nachhaltige Pflegepolitik muss aus Sicht der Gesundheitskasse Strategien fördern, die die Pflegebedürftigkeit vermeiden, verzögern oder abmildern.
Bisher fehle der Anreiz, in den Erhalt von Fähigkeiten der Pflegebedürftigen zu investieren: „Wir haben in unserem Gesundheits- und Pflegesystem eine klare Orientierung: Je höher die Pflegebedürftigkeit ist, desto höher ist der Pflegegrad und desto mehr Geld gibt es“, sagt Matthias Mohrmann, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg. Das sei grundsätzlich zwar richtig, denn eine intensive Pflege ist aufwändiger.
„Doch dabei kommt in diesem System der Ansatz zu kurz, die Mobilität und Selbstständigkeit der Pflegebedürftigen möglichst lange zu erhalten oder sogar wiederherzustellen“, so Mohrmann.
Prävention und Rehabilitation
Die AOK Rheinland/Hamburg fordert von der Politik, die Prävention und Rehabilitation stärker in der Pflege zu verankern. Ansätze zur Vermeidung oder Verzögerung von Pflegebedürftigkeit müssten auf regionaler Ebene weiterentwickelt und umgesetzt werden. Pflegeeinrichtungen sollten eine ressourcenorientierte, pflegerisch-therapeutische Versorgung anbieten, um die Mobilität der Betroffenen zu bewahren oder zurückzugewinnen – für einen möglichst selbstbestimmten Alltag.
Der Weg führe unter anderem, so Matthias Mohrmann, über eine interdisziplinäre Zusammenarbeit von Therapie, Medizin, Pflege, Betreuung und Pharmazie. „Es geht um ein neues, ganzheitliches Verständnis von Pflege. Unsere Gesellschaft braucht eine Pflege, die sich an den Bedürfnissen der Pflegebedürftigen orientiert und bessere Rahmenbedingungen für die Pflegekräfte schafft.“
Passend dazu: Projekt „SGB Reha“ geht weiter – Zwischenfinanzierung ist gelungen
Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Sie haben noch kein Konto?
Jetzt registrieren