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Erkennung des Delirs – eine große Herausforderung

Delire werden viel zu selten erkannt – besonders bei Menschen mit Demenz. Aus diesem Grund steht die Frage nach einem Expertenstandard im Raum. Altenpflege hat die Delirexpertin Prof. Dr. Rebecca Palm gefragt, warum eine Einführung sinnvoll wäre – und was Pflegefachpersonen schon jetzt tun können.

Demenz: Darstellung eines Gehirns, das in Teilen davonfliegt
Bild: AdobeStock/kulkann

Was ist ein Delir & warum benötigt es einen Expertenstandard?

Prof. Dr. Palm: Das Delir ist eine akute neuropsychiatrische Erkrankung, deren Auftreten multifaktoriell bedingt ist. Die Symptome sind unter anderem eine plötzlich auftretende Verschlechterung der Kognition. Das Delirmanagement stellt einen sehr wichtigen Bereich der Qualitätsentwicklung dar, da ein Delir potentiell vermeidbar ist.

Wie kann das Delir von Demenz unterschieden werden?

Prof. Dr. Palm: Das ist zugegebenermaßen nicht ganz einfach, da es bislang nur wenige Instrumente gibt, die für die Erkennung eines Delirs bei Menschen mit Demenz entwickelt und auch getestet worden sind. Die Forschung ist aber da dran.

Welche Herausforderungen gehen mit dem Delir einher?

Prof. Dr. Palm: Eine der größten Herausforderungen ist sicher die Erkennung des Delirs bei Menschen mit Demenz. Das Delir verläuft hier oftmals eher unauffällig und wird daher häufig übersehen. Eine weitere Herausforderung besteht darin, dass Ärzt:innen nicht ständig präsent sind und die Pflegenden somit primär auf sich allein gestellt sind, die Symptome eines Delirs zu erkennen und richtig einzuordnen.

Welche Möglichkeiten zur Delirprävention gibt es?

Prof. Dr. Palm: Ausreichend Flüssigkeitszufuhr und Bewegung, sowie das Schaffen eines vertrauten Milieus. Jegliche Ortswechsel, zum Beispiel eine Verlegung ins Krankenhaus, können ein Delir auslösen und sind unbedingt zu vermeiden.

Das gesamte Interview mit Prof. Dr. Rebecca Palm finden Sie schon jetzt in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift Altenpflege auf https://www.altenpflege-online.net/epaper/. Darin gibt die Delirexpertin Empfehlungen für Pflegefachpersonen im Umgang mit einem Delir und weitere Tipps zur Delirprävention. Außerdem geht sie im vollständigen Interview auf die Vorteile eines möglichen Expertenstandards zu diesem Thema ein.