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Multimorbidität – Mehr als die Summe der Diagnosen

Pflege bei Multimorbidität erfordert Wissen, Empathie und Struktur. Wie können Pflegende diese komplexen Herausforderungen meistern? Als Pflegefachkraft, Wundexpertin und koordinierende Praxisanleiterin gibt Deike Marie Lüpkes-Thien in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift Altenpflege Aufschluss über die Komplexität von Multimorbidität und praktische Tipps zum Umgang mit Betroffenen.

Foto: Werner Krüper

Komplexität der Erkrankungen

Multimorbidität ist mehr als das bloße Vorliegen mehrerer Erkrankungen. Jede zusätzliche Krankheit verschärft nicht nur die Symptomatik der anderen, sondern kann auch zu schwerwiegenden Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Erkrankungen und Medikamenten führen. Insbesondere ältere Menschen, die in einer stationären Pflegeeinrichtung betreut werden, sind oft betroffen.

Eine zentrale Schwierigkeit besteht in der symptomatischen Überlagerung und der häufigen Unklarheit, welche Erkrankung im Vordergrund steht. Die Komplexität steigt weiter, wenn man die unterschiedlichen Arten der Multimorbidität betrachtet: Einige Krankheiten können sich schnell und akut manifestieren, andere wiederum entwickeln sich über einen langen Zeitraum hinweg. Dies erschwert nicht nur die Diagnosestellung, sondern auch die Priorisierung von Pflege- und Behandlungspflegemaßnahmen

Herausforderungen für Pflegende

Auch für Pflegende bedeutet dies häufig eine besondere Herausforderung. Die erwähnten Wechselwirkungen der Erkrankungen untereinander sowie die Vielzahl an medikamentösen und therapeutischen Maßnahmen erfordern ein hohes Maß an Fachwissen, Koordinationsfähigkeit und Empathie. Pflegefachkräfte müssen ebenfalls in der Lage sein, sowohl akute als auch chronische Krankheitsverläufe zu verstehen und individuell darauf zu reagieren.

Maßnahmen zur Qualitätssicherung

Schulung und Weiterbildung von Pflegekräften in Pflegeheimen sind von zentraler Bedeutung, um sicherzustellen, dass sie für die Herausforderungen der Pflege von multimorbiden Bewohnern gerüstet sind. Ein kontinuierliches Fortbildungsangebot sorgt dafür, dass Pflegekräfte nicht nur ihr Wissen erweitern, sondern auch ihre praktischen Fähigkeiten verbessern können. Es gibt verschiedene Bereiche, in denen eine gezielte Schulung und Weiterbildung von Pflegekräften besonders wichtig sind. Dazu zählen unter anderem Ernährungsberatung, Prävention & Gesundheitsförderung, sowie die individuelle Pflegeplanung.

Warum gezielte Qualitätssicherung durch Schulungen bedeutsam ist und wie der Umgang mit Multimorbidität in verschiedenen Bereichen der Altenpflege verbessert werden kann, lesen Sie unter https://www.altenpflege-online.net/epaper/