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Reicht B1-Niveau zum Einstieg?
Immer wieder wird diskutiert, welches Sprachniveau Fachkräfte aus dem Ausland vorweisen müssen oder sollten. Reicht Deutsch auf B1-Niveau zum Einstieg aus? Diese Frage beleuchten wir in der Rubrik „Pro und Contra“ der aktuellen Juli-Ausgabe der Zeitschrift Altenpflege.
Isabell Halletz, Geschäftsführerin Arbeitgeberverband Pflege e.V., argumentiert für die Pro-Seite:
Für die Einreise und den Einstieg beim Arbeitgeber ist das Sprachniveau B1 ausreichend, vor allem für die Personen, die bis zur vollständigen Anerkennung als Hilfspersonen angestellt werden. Für die vollständige Anerkennung und die Erteilung Berufsausübungsurkunde müssen eh die B2-Sprachkenntnisse nachgewiesen werden. Deshalb hat der Gesetzgeber bereits richtig entschieden und als Einreisevoraussetzung das B1-Sprachlevel festgelegt. Berichte aus der Praxis bestätigen immer wieder, dass die Sprachkenntnisse deutlich verbessert werden, wenn Arbeitnehmer:innen im neuen Arbeitsumfeld in Deutschland integriert sind und so gefordert werden, ihre Deutschkenntnisse anzuwenden.
Vera Lux, Präsidentin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe, sieht das anders:
Der Austausch medizinischer und pflegerischer Informationen erfordert strukturierte, fachbezogene Kommunikation – auch zwischen Leistungserbringern und Sektoren. Ohne ausreichende Deutschkenntnisse ist das nicht leistbar. B1 (GeR) reicht bei weitem nicht für komplexe pflegerische oder medizinische Kontexte. B1 bedeutet zwar fortgeschrittene Sprachverwendung – allerdings in vertrauten Alltagskontexten. Für eine sichere Versorgung braucht es nicht weniger, sondern mehr Sprachkompetenz – angemessen wäre ein Sprachniveau von C1.
Welche Argumente Isabell Halletz und Vera Lux noch nennen, lesen Sie in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift Altenpflege. Schauen Sie doch mal rein, unter https://www.altenpflege-online.net/epaper/
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