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PKV: Prävention muss zum Leitbild der Pflegepolitik werden

Im Juli 2015 ist das Präventionsgesetz in Kraft getreten. Eine flächendeckende Strategie mit messbaren Public-Health-Effekten sei jedoch auch nach zehn Jahren nicht erkennbar, so der PKV.

Prävention: Ein zentraler Hebel zur langfristigen Entlastung des Versorgungssystems. Bild: Mirko Raatz - AdobeStock.

Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) plädiert in einem Positionspapier für eine schonungslose Bilanz und einen Neustart der Präventionspolitik. Notwendig sei eine Generalüberholung des Präventionsgesetzes: „Für eine Präventionsstrategie, die diesen Namen verdient, ist nicht mehr viel Zeit“, sagt Dr. Timm Genett, Geschäftsführer Politik im PKV-Verband. „Das Präventionsgesetz muss jetzt auf den Prüfstand, wenn wir unsere Ziele erreichen wollen“.

Wie der PKV betont, nehme nicht nur die Zahl der Pflegefälle dynamisch zu, auch die Pflegezeiten bei den Hochbetagten verlängerten sich. Bereits in mittleren Lebensjahren nähmen chronische Krankheiten zu und schon bei Kindern und Jugendlichen seien Bewegungsarmut, Übergewicht und Suchtgefährdung als Risikofaktoren für spätere Erkrankungen im internationalen Vergleich überproportional zu verzeichnen.

Angesichts dieser Herausforderungen sei Prävention ein zentraler Hebel zur langfristigen Entlastung des Versorgungssystems. In einem aktuellen Positionspapier fordert der PKV-Verband daher, dass Prävention zum Leitbild in der Gesundheits- und Pflegepolitik wird.

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