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Betriebliche Altersvorsorge: AWO Unterfranken und ver.di führen Sozialpartnermodell ein

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Bezirksverband Unterfranken und die Gewerkschaft ver.di haben einen Tarifvertrag zur betrieblichen Altersversorgung (bAV) für alle bisher unversorgten Beschäftigten abgeschlossen. Das Sozialpartnermodell in Form der reinen Beitragszusage tritt zum 1. Januar 2026 in Kraft.

Die AWO Unterfranken und die Gewerkschaft ver.di haben einen neuen Tarifvertrag abgeschlossen, mit dem rund 2300 unversorgte Beschäftige ab 2026 eine Betriebsrente erhalten. Bild: Adobe Stock/vegefox.com

Die neue Betriebsrente wird arbeitgeberfinanziert eingerichtet. Die AWO Unterfranken zahlt ab 2026 einen Arbeitgebergrundbeitrag von 2,8 Prozent des monatlichen Brutto-Tabellenentgelts für alle Beschäftigten. Zusätzlich können die Mitarbeitenden freiwillig eigene Beiträge in Form der Entgeltumwandlung einbringen – wahlweise 1,4 oder 2,8 Prozent ihres monatlichen Bruttogehalts.

Zusätzliche Arbeitgeberzuschüsse

Bei freiwilliger Entgeltumwandlung zahlt der Arbeitgeber auf den umgewandelten Beitrag einen zusätzlichen pauschalen Zuschuss in Höhe von 15 Prozent. Darüber hinaus leistet die AWO einen Sicherungsbeitrag in Höhe von 4 Prozent sowie einen Kostenbeitrag in Höhe von 3 Prozent auf alle eingezahlten Beiträge.

Metzler Sozialpartner Pensionsfonds als Versorgungsträger

Als durchführende Einrichtung wurde die Metzler Sozialpartner Pensionsfonds AG (MSPF) ausgewählt. Die AWO Unterfranken wird zum 1. Januar 2026 an die dort bereits bestehenden Sozialpartnerstrukturen andocken und sich im paritätisch besetzten Sozialpartnerbeirat des Pensionsplans Metzler rBZ1 aktiv an der Durchführung und Steuerung beteiligen.

Statements der Verantwortlichen

AWO-Konzerngeschäftsführer Martin Ulses betont: „Das Sozialpartnermodell bietet einen echten Mehrwert für die Alterssicherung unserer Beschäftigten. Für uns ist die bAV mehr als eine reine Vorsorgeoption. Sie ist ein aktiver Beitrag gegen Altersarmut – ein nachhaltiger Ausdruck von Verantwortung, der Sicherheit und Perspektiven bietet.“

Stefan Kimmel, Verhandlungsführer von ver.di in Bayern, sieht in dem Tarifvertrag einen wichtigen Schritt: „Die Einführung der betrieblichen Altersvorsorge beim AWO Bezirksverband Unterfranken nach Sozialpartnermodell ist im ver.di Fachbereich Gesundheit, Soziale Dienste, Bildung und Wissenschaft ein Novum, aber ein wichtiger Schritt hin zu einer besseren Altersversorgung der Beschäftigten.“