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Mobilisation und Transfer: sicher, ergonomisch, praxisnah
In der „Altenpflege“ (09/2025) erläutert Gabriele Schweller, warum Mobilisation und Transfer zu den anspruchsvollsten Aufgaben der stationären Pflege gehören. Sie betont, dass fachliches Wissen, Verständnis von Biomechanik und die genaue Einschätzung der Ressourcen der Bewohner:innen zusammenwirken müssen, um sichere und würdevolle Bewegungsabläufe zu gewährleisten.
Komplexität und Professionalität
Transfer und Mobilisation erfordern mehr als körperliche Kraft. Pflegende benötigen Kenntnisse zu krankheitsbedingten Besonderheiten, etwa Mobilisationsbeschränkungen nach Hüft-TEP, atemsynchrone Mobilisation bei COPD oder spezielle Techniken bei Hemiparese. Professionelles Vorgehen bedeutet, individuelle Fähigkeiten, Kontraindikationen und Ziele zu berücksichtigen und Techniken an den Einzelfall anzupassen. Qualität zeigt sich in der individuellen Anpassung der Maßnahmen und in einer sicheren, respektvollen Begleitung der Betroffenen.
Hilfsmittel und Ergonomie
Hilfsmittel wie Rutschbretter, Gleittücher, Drehteller, Aufstehhilfen und Liftersysteme erleichtern Transfers, müssen aber passgenau ausgewählt und regelmäßig geprüft werden. Die sichere Anwendung setzt Schulung aller Pflegenden voraus. Eine ergonomische Arbeitsweise schützt Mitarbeitende und reduziert Rückenbelastungen. Der Beitrag empfiehlt regelmäßige praktische Übungen und mindestens halbjährliche Auffrischungen der Techniken.
Schulung und Organisation
Gefordert sind interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Physiotherapeut:innen, klare Assessments und verbindliche Dokumentation. Kleine, praxisnahe Trainings erweisen sich als wirkungsvoller als umfangreiche Theorieblöcke. Transparente Anforderungsprofile, regelmäßige Praxisbeobachtungen und Fallbesprechungen fördern die Kompetenzentwicklung. Ebenso wichtig sind Dokumentation, Funktionsprüfungen der Hilfsmittel und feste Zeitfenster für Trainings. Nur so lassen sich Mobilisation und Transfer sicher, effizient und ressourcenschonend im Pflegealltag umsetzen.
Weitere Informationen zur Diskussion finden Sie im aktuellen „Fachwissen Kompakt“ der Fachzeitschrift Altenpflege (09/2025). https://www.altenpflege-online.net/epaper/
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