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„Room of Horrors“ stärkt Sicherheitsbewusstsein
Patientensicherheit ist in der stationären Altenpflege eine zentrale Herausforderung. Das Simulationstraining „Room of Horrors“ zeigt, wie Pflege- und Betreuungsteams Risiken besser erkennen und vermeiden können. Eine Berliner Studie belegt nun die Wirksamkeit des Ansatzes. Graciana-V. Versteeg und Dr. Johannes Gräske geben in der aktuellen Ausgabe des Magazins Altenpflege einen Einblick in das Simulationstraining.
Konzept und Durchführung
Das Schulungskonzept wurde bei einem Berliner Träger mit fünf Pflegeeinrichtungen eingeführt. In realistisch gestalteten Zimmern wurden sicherheitsrelevante Fehler eingebaut – etwa falsche Medikamentengaben, defekte Hilfsmittel oder Hygienemängel. Teams aus Pflege, Betreuung, Hauswirtschaft und Alltagsbegleitung hatten 15 Minuten Zeit, diese Risiken zu erkennen. Anschließend reflektierten sie im strukturierten Debriefing ihre Wahrnehmung und Routinen. Insgesamt nahmen 176 Mitarbeitende teil.
Messbare Ergebnisse
Im Durchschnitt identifizierten die Teilnehmenden 8,2 von 14 möglichen Fehlern. Besonders sensibel reagierten sie auf Risiken in den Bereichen Infektionsschutz, Ernährung, Unfälle und Medikamentenmanagement. Schon nach einer einzigen Übung gaben viele an, Gefahrenquellen schneller zu erkennen und offener anzusprechen. Besonders Betreuungskräfte ohne pflegerische Ausbildung profitierten vom Format. 77 Prozent würden die Schulung weiterempfehlen, über 80 Prozent wünschen sich regelmäßige Wiederholungen.
Nutzen für Team und Einrichtung
Die Simulation förderte nicht nur individuelles Sicherheitsbewusstsein, sondern auch die Zusammenarbeit im Team. Mitarbeitende fühlten sich ermutigt, Sicherheitsaspekte offen anzusprechen. Das Format wurde dauerhaft in das Fortbildungsprogramm integriert. Ziel ist, es als festen Bestandteil der internen Qualitäts- und Sicherheitsstrategie zu etablieren. Trotz des hohen organisatorischen Aufwands überwiegen laut Studie die positiven Effekte auf Haltung, Kommunikation und Verantwortungsbewusstsein in der Pflegepraxis.
Weitere Informationen zur Diskussion finden Sie im aktuellen „Wissenschaft und Forschung“ der Fachzeitschrift Altenpflege (10/2025). https://www.altenpflege-online.net/epaper/
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