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Sprachsoftware in Pflegeheimen wird evaluiert
Welche Zeitersparnis und welche qualitativen Verbesserungen in der Altenpflege bringt eine Sprachsoftware? Das wird von der Universität und der Hochschule Bremen im Projekt TCALL erstmals erforscht und ausgewertet. Einsatzort sind zwei Langzeitpflegeheime der Caritas Bremen, wie der Verband in einer Pressemeldung mitteilt.
Bei der digitalen Sprachassistenz spricht die Pflegekraft direkt im Zimmer der Bewohnerin oder des Bewohners in ein Smartphone Werte ein, z. B. für Blutdruck oder Blutzucker, Medikamentengabe, Wundversorgung und Trinkprotokoll.
Sprachdokumentation soll Pflegekräfte entlasten
„Die Sprache wird analysiert, der Kontext hergestellt und die Textinformation strukturiert“, so Caritas-Vorständin Johanna Kaste. „Wir versprechen uns davon eine deutliche Arbeitserleichterung – vor allem für Mitarbeitende, deren Muttersprache nicht Deutsch ist.“ Erfasste Daten werden über eine Schnittstelle in das bestehende Dokumentationssystem übertragen und richtig zugeordnet abgelegt. „Am Ende hoffen wir, durch die Effizienz einen wertvollen Zeitgewinn für die Mitarbeitenden zu erzielen, die dadurch mehr Zeit für die Bewohner:innen haben.“
Zeitaufwand mit und ohne Software gemessen
Ob das wirklich der Fall ist, prüfen die Universität Bremen durch das IPP (Prof. Karin Wolf-Ostermann) mit dem SOCIUM (Prof. Heinz Rothgang) sowie die Hochschule Bremen im ZePB (Prof. Claudia Stolle) im Projekt TCALL. „Wir werden die Mitarbeitenden vor der Einführung in der Pflege begleiten. Das heißt, wir analysieren, wie viel Zeit für eine Dokumentation ohne Spracheingabe benötigt wird. Nach Einführung der Sprachassistenz werfen wir auf die gleichen Prozesse einen Blick und prüfen, ob es eine Veränderung gibt und, falls ja, wie groß sie ist“, so Prof. Claudia Stolle von der Hochschule Bremen.
Was verbessert sich wirklich?
Im Projekt soll erforscht werden, wie in der stationären Pflege die Lebensqualität älterer Menschen gesteigert, die Pflegequalität erhöht und die Arbeitsbedingungen erleichtert werden können. Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Seitens der Caritas Bremen gehören das Haus St. Elisabeth und das Caritas-Haus St. Franziskus zu den Lehrpflegeeinrichtungen. In den anderen drei Pflegeheimen soll das Programm ebenfalls eingeführt werden.
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