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Im Schulterschluss für Entbürokratisierung: Das EinSTEP-Projekt feiert 10-jähriges Jubiläum
Anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Projektes „Einführung des Strukturmodells zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation“ feierten am 10. November 2025 Initiator:innen, Wegbereiter und Wegbegleiter die langjährige erfolgreiche Entwicklung und die viel versprechenden jüngsten Aktualisierungen im Rahmen von „Strukturmodell 3.0″.
Die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung Katrin Staffler ist Schirmherrin des Projektes. Katrin Staffler: „Das EinSTEP ist eine Erfolgsgeschichte und kann als Blaupause für andere Systemwechsel dienen. Es ist unglaublich ermutigend zu sehen, was hier geschafft wurde. EinSTEP hat die Entbürokratisierung in der Pflege entscheidend vorangebracht. Das gelingt nur, da alle Beteiligten an einem Strang ziehen, mit einem gemeinsamen Ziel vor Augen.“
Das Thema Entbürokratisierung in der Pflege wurde bereits 2013 von Karl Josef Laumann, dem damaligen Pflegebevollmächtigten und ersten Schirmherren von EinSTEP vorangetrieben. Das Projekt fußte auf dem Konzept der ehemaligen Ombudsfrau zur Entbürokratisierung der Pflegedokumentation Elisabeth Beikirch. Demzufolge lag der Fokus statt Dokumentation aller pflegerischen Tätigkeiten auf Auffälligkeiten, vor allem, soweit sie vom Pflegekonzept abwichen.
Laumann: „EinSTEP ist eines der erfolgreichsten Projekte für die Pflege“
Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen: „EinSTEP ist eines der erfolgreichsten Projekte für die Pflege und trägt entscheidend dazu bei, dass das Pflegepersonal von unnötiger Bürokratie entlastet wird. Durch EinSTEP werden die fachlichen Kompetenzen der Pflegefachpersonen gestärkt und gleichzeitig die Arbeitsbedingungen verbessert.“
In Schulterschluss von Trägerverbänden der Pflege, dem Medizinischen Dienst (MD) und Careproof, wurde damals das Projekt eingeführt. Hierfür wurden einheitliche Schulungsunterlagen erstellt, 750 Multiplikatoren der Verbände, die Mitarbeitenden des MD sowie der Heimaufsichten geschult und Leitfäden für Einrichtungen und Softwarehersteller erstellt.
Elisabeth Beikirch als ehemalige fachliche Leitung des Projektbüros EinSTEP ist immer noch Mitglied im Lenkungsgremium und treibt das Projekt nach wie vor mit viel Engagement voran. „Wo das Strukturmodell mit seinem Person-zentrierten Ansatz gut geschult, eingeübt und kontinuierlich weitergeführt wird, zeigt sich ein klarer Mehrwert für alle Beteiligten: Die Pflegedokumentation steht nicht mehr im Widerspruch zum Pflegealltag, sondern unterstützt die Abstimmung mit der pflegebedürftigen Person, fördert den Beziehungsaufbau und stärkt die Kommunikation im Team“, so Beikirch.
Projektbüro koordiniert EinSTEP
Für die zentrale Koordination und Umsetzung der bundesweit angelegten Initiative ist das Projektbüro EinSTEP zuständig, welches im Wechsel von den Trägerverbänden der Pflege betrieben wird. Um höchstmögliche Kontinuität und Schlagkraft zu gewährleisten, wird die Verantwortung dafür auch im kommenden Jahr beim AWO Bundesverbandes e.V. liegen. „Das Strukturmodell hat die Pflegedokumentation nachhaltig verändert und zurück in die fachliche Pflegepraxis geholt. Es unterstützt den Blick auf das Wesentliche: den Erhalt von Selbstständigkeit, Selbstbestimmung sowie die Unterstützung der Pflegepersonen.“, so Claus Bölicke, AWO Bundesverband e. V., Leiter der Abteilung Gesundheit, Alter und Behinderung.
Um alle Pflegeeinrichtungen up-to-date zu halten bei der Anwendung des Strukturmodells, startet in Kürze die Schulung von 200 EinStep-Multiplikator:innen.
Katrin Staffler dankte allen Unterstützer:innen von EinSTEP für ihr Engagement. Das Ziel für die kommenden Jahre ist der weitere Ausbau der flächendeckenden Nutzung des Strukturmodells in deutschen Pflegeeinrichtungen. Im Videobeitrag erläutert die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Katrin Staffler, die Bedeutung von EinSTEP für die Entbürokratisierung in der Pflege und zeigt auf, welche Fortschritte bereits erzielt wurden und welche nächsten Schritte für die weitere Verbreitung des Strukturmodells entscheidend sind.
Deep Dive und Video
Einen mehrteiligen fachlichen Deep Dive zu 10 Jahren EinStep, den Herausforderungen und Erfolgen der Entbürokratisierung der Pflegedokumentation können Sie im Rahmen Ihres Altenpflege-Abonnements hier abrufen: DEEP DIVE
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