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Umfrage zeigt: Digitale Technologien im Pflegealltag kaum genutzt
Eine aktuell Umfrage zeigt, dass 62 Prozent der Pflegenden digitale Technologien kaum einsetzen. Dennoch erkennen immer mehr Fachkräfte die Notwendigkeit von IT- und Robotik-Lösungen, um steigende Pflegebedarfe zu bewältigen.
Von smarten Inkontinenzeinlagen über automatisierte Akteneinträge bis hin zum Pflegeroboter – die Chancen von Digitalisierung und Robotik in der Pflege werden bisher wenig genutzt. Das geht aus einer aktuellen YouGov-Umfrage im Auftrag des des Gesundheits- und Hygieneunternehmens Essity hervor, für die 993 beruflich und privat pflegende Personen befragt wurden. Insgesamt 62 Prozent geben demnach an, dass digitale Technologien kaum eine Rolle in ihrem Pflegealltag spielen. Das gelte gleichermaßen für Pflegekräfte (63%) und privat Pflegende (60%).
Die Zahlen, die den geringen Einsatz von digitalen Technologien belegen, liegen einer Presseinformation von Essity sogar höher als bei einer ähnlichen Studie aus dem Jahr 2019. „Vermutlich erkennen die Pflegenden mittlerweile die Chancen der Technik stärker als noch vor sechs Jahren“, sagt Adeline Karadag, Senior Business Director und Leiterin des Health & Medical Geschäfts von Essity in Deutschland. „Die Kluft zwischen digitalen Möglichkeiten und ihrer tatsächlichen Nutzung in der Pflege wächst“, so Karadag.
Pflegenotstand in den Griff bekommen
Ein bemerkenswerter Wandel zeige sich beim Blick auf IT und Robotik. Im Vergleich zu 2019 sähen heute rund doppelt so viele beruflich Pflegende den Einsatz solcher Technologien als notwendig an: 60 Prozent der Pflegefachkräfte sind demnach der Meinung, Entwicklungen aus IT und Robotik sollten gezielt genutzt werden, um dem wachsenden Pflegebedarf zu begegnen. 2019 waren es lediglich 31,9 Prozent.
Dabei sei einer deutlichen Mehrheit bei der aktuellen Umfrage wichtig, dass Roboter die pflegenden Menschen nicht ersetzen, sondern unterstützen und so Effizienzgewinne ermöglichen. 82 Prozent der Befragten forderten, dass diese direkt den Pflegebedürftigen zugutekommen müssen.
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