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Blindenfreundliche Pflege: Orientierung im Alltag stärken

Blindenfreundliche Pflege basiert auf Orientierung, klarer Kommunikation und dem bewussten Einbezug aller Sinne im Alltag. In der aktuellen Ausgabe des Magazins Altenpflege berichten Andrea Richter und Jessica Fulge über die Pflege blinder und sehbeeinträchtigter Menschen. Im Mittelpunkt stehen Selbsterfahrung, Orientierung und Kommunikation, ergänzt durch gezielte Sinnesanregungen und praktische Hilfsmittel.

Einrichtungen unterstützen blinde Bewohner:innen mit klarer Orientierung und vielseitiger Sinnesanregung.
Foto: AdobeStock/pikselstock

Selbsterfahrung und Orientierung
Selbsterfahrung gilt als oberstes Gebot, um die Lebenswelt blinder Menschen besser zu verstehen. Dazu gehört ein Selbst­erfahrungstraining, das Pflegefachkräfte für die Bedeutung klarer Orientierung sensibilisiert. Orientierungspunkte spielen im Alltag eine zentrale Rolle. Dazu zählen die konsequente Vermeidung von Gegenständen auf Fluren, das Belassen selbst errichteter Ordnung sowie tägliche Ankündigungen. Das sogenannte Uhrzeit-Prinzip bietet zusätzliche Struktur. Ziel ist die Förderung der Autonomie, damit Bewohner:innen Wege und Abläufe sicherer bewältigen können.

Kommunikation als Schlüssel
Eine blindenfreundliche Einrichtung setzt auf präzise, klare Aussagen. Bildliches Beschreiben unterstützt das Verständnis, insbesondere bei komplexen Situationen. Auch das Verlesen der Post gehört zum Unterstützungsangebot. Grundsätzlich gilt, dass eine wertschätzende Kommunikation Sicherheit schafft. Die Einbeziehung von Brailleschrift erweitert die Möglichkeiten der Informationsvermittlung und stärkt die Selbstbestimmung blinder Bewohner:innen.

Hilfsmittel und Sinnesanregung
Für den Alltag stehen diverse Hilfsmittel zur Verfügung, etwa Produkte eines deutschen Herstellers zur Absicherung. Ebenso wichtig ist der Einbezug haptischer, akustischer und olfaktorischer Reize. Die Ansprache mehrerer Sinne erleichtert Orientierung und fördert das Wohlbefinden. Ein offener Austausch innerhalb des Teams und mit den Bewohner:innen unterstützt die kontinuierliche Anpassung der Angebote.

Das Fazit des Fachbeitrags betont, wie zentral Struktur, klare Kommunikation und gezielte Sinnesanregung für ein blindenfreundliches Leben in sozialen Einrichtungen sind.
Weitere Informationen zur Diskussion finden Sie im aktuellen „Fachwissen Kompakt“ der Fachzeitschrift Altenpflege (11/2025).