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Gesundheitsförderung kombiniert App und Präsenzangebote

Ein ganzheitliches Präventionsprojekt kombiniert Gesundheits-App, Screening, Beratung und praxistaugliche Präsenzformate, um Pflegekräfte in ihrem herausfordernden Berufsalltag nachhaltig zu entlasten. In der aktuellen Ausgabe des Magazins Altenpflege berichtet Mona Schöffler von der Stephanus-Stiftung über das Projekt. Wolfram Döring gibt ein Interview zur App im Praxistest.

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Foto: AdobeStock/vegefox.com

Wie alles anfing

Pflegekräfte stehen täglich unter körperlichem und psychischem Druck. Rückenbeschwerden, Zeitmangel und ergonomische Belastungen zeigen, wie notwendig gezielte Prävention ist. Ein neues Projekt der Techniker Krankenkasse setzt genau dort an. Digitale Tools wie eine Gesundheits-App ergänzen analoge Angebote und sollen Pflegekräfte dabei unterstützen, ihre Haltungskompetenz zu verbessern und Entspannungstechniken in den Alltag zu integrieren. Entwickelt wurde das Vorhaben gemeinsam mit teilnehmenden Einrichtungen, um Prävention dauerhaft zu verankern und auf die realen Bedingungen vor Ort abzustimmen.

Digital trifft Präsenz

Das Konzept basiert auf mehreren verzahnten Bausteinen. Präsenzformate sensibilisieren für rückenschonendes Arbeiten und tragen zur Vorbeugung von Beschwerden der Wirbelsäule bei. Bewegte Pausen entlasten stark beanspruchte Regionen wie die Schulter-Nacken-Muskulatur oder stärken sie gezielt. Ergänzend bieten Wissens-Breaks kurze Impulse zu Themen wie Schlaf, Achtsamkeit oder Ernährung. Einrichtungen können entscheiden, ob sie eine breite Themenpalette oder die Vertiefung eines Schwerpunktes wie Stressmanagement bevorzugen. Gesundheitstage kombinieren individuelle Körper-Screenings mit aktivierenden Elementen wie BlazePods, die Koordination und Reaktionsschnelligkeit fördern. Themen-Parcours vermitteln kompaktes Wissen. Ein zentrales Element bildet das 3D-Wirbelsäulenscreening, das personalisierte Empfehlungen für Übungen in der App liefert. Zusätzlich motivieren Schritte-Challenges Teams, ihre Gesundheitsziele gemeinsam zu verfolgen.

Prozessbegleitung schafft Struktur

Ein weiterer Bestandteil ist die Prozessberatung. Auf Grundlage der Gefährdungsbeurteilung entwickeln Einrichtungen passgenaue Maßnahmen. Dafür stehen Beratungsstunden für Workshops, Maßnahmenplanung und die Interpretation von Ergebnissen zur Verfügung. Ergänzend gibt es Formate zu mentaler Gesundheit, zur Klärung von Rollen und Verantwortlichkeiten sowie zum interprofessionellen Austausch. Das Projekt ist langfristig ausgelegt. Multiplikator:innen in den Einrichtungen tragen Inhalte weiter und sichern so die nachhaltige Wirkung der Präventionsmaßnahmen.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie im aktuellen „Digitalisierung“ der Fachzeitschrift Altenpflege (11/2025). https://www.altenpflege-online.net/epaper/