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Studie: Teilhabe im hohen Alter braucht digitale Zugänge

Eine Studie der Katholischen Hochschule Freiburg zeigt: Digitale Medien werden für Seniorinnen und Senioren zu wichtigen Werkzeugen, um soziale Kontakte zu pflegen und aktiv am Leben teilzunehmen.

Seniorin nutzt ein Smartphone
Eine Seniorin nutzt ein Smartphone. Auch Gedächtnistests zur Alzheimer-Früherkennung sollen so möglich sein. Foto: AdobeStock/Halfpoint

Wie bleiben ältere Menschen in Kontakt mit Familie, Freunden oder der Nachbarschaft – besonders dann, wenn Mobilität und Alltagsspielräume kleiner werden? Dieser Frage sind Tjard de Vries, Ines Himmelsbach und Michael Doh von der Katholischen Hochschule Freiburg (KHF) nachgegangen. Ihr Beitrag „Die Relevanz digitaler Medien für Kommunikation und Teilhabe im höheren und hohen Alter in sozialräumlichen Kontexten“ erscheint im Sammelband „Forschen und Forschung in Kontexten des Alter(n)s – Ausblicke und Konsequenzen für die Soziale Arbeit“.

Smartphones als Brücke zur Welt

Wie Janina Seibel aus dem Team der KHF-Hochschulkommunikation im Informationsdienst Wissenschaft schreibt, zeigen die Forschenden, dass digitale Medien längst auch im hohen Alter eine wichtige Rolle spielen. „In ihrer sozialräumlichen Studie mit Seniorinnen und Senioren zwischen 77 und 95 Jahren wird deutlich, dass Smartphones und Tablets neue Wege der Kommunikation eröffnen und Distanzen überbrücken. Digitale Medien schaffen demnach „hybride Räume“, in denen soziale Nähe trotz räumlicher Entfernung möglich bleibt“, so Seibel.

Smartphones und Tablets ermöglichten es, Kontakte zu halten, Einsamkeit zu verringern und selbst vertraute Rituale wie Geburtstagsfeiern oder gemeinsame Treffen in den digitalen Raum zu verlagern. So würden digitale Geräte zu einem festen Bestandteil des Alltags und zu unverzichtbaren Verbindungslinien in einer Zeit, in der reale Begegnungen nur eingeschränkt möglich seien.

Digitale Teilhabe als soziale Aufgabe

Die Autorinnen und Autoren betonten zudem, dass digitale Teilhabe weit über technische Fragen hinausgehe. „Wer keinen Zugang zu Geräten, Internet oder Unterstützung hat, riskiert soziale Isolation“, so Seibel. „Hier sieht das Forschungsteam die Soziale Arbeit in einer Schlüssel-rolle: Sie könne digitale Inklusion fördern – etwa durch Technikberatung, Lernangebote und individuelle Begleitung.“