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Telepflege verkürzt Wege und stärkt Zusammenarbeit

In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Altenpflege berichtet Hannah Schwarz über das Modellprojekt Telekooperation in der Pflege bei den Vereinigten Hospitien in Trier. Ziel war es, digitale Videokonsultationen in den Pflegealltag zu integrieren und die Zusammenarbeit zwischen Pflegehilfskräften und examiniertem Personal zu verbessern. Im Mittelpunkt stand stets die pflegebedürftige Person. Unterstützt wurde der Prozess durch Technik wie den Rücken an Rücken Monitor, der Pflegekraft und Bewohner:in einen gemeinsamen Blick auf Bildschirminhalte ermöglicht. Mobile Telepflegewagen erleichterten den flexiblen Einsatz im Haus.

Digitalisierung in der Altenpflege
Foto: AdobeStock/vegefox.com

Bessere Zusammenarbeit durch Telekooperation

Das Projekt lief von Juli 2024 bis September 2025 und war Teil eines Modellprogramms zur Erprobung der Telepflege, gefördert durch den Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen. Ziel war es, Kommunikationswege zu verkürzen und Transparenz im Pflegealltag zu erhöhen. Erste Ergebnisse zeigen, dass schnelle fachliche Rücksprachen datenschutzkonform möglich sind und Entscheidungsprozesse beschleunigt werden. Gleichzeitig wurde deutlich, dass digitale Lösungen weiterentwickelt werden müssen, um sich nahtlos in bestehende Versorgungsstrukturen einzufügen.

Technische Voraussetzungen im Fokus

Neben benutzerfreundlicher Software erwies sich passende Hardware als entscheidend. Pflegekräfte bevorzugen handliche Endgeräte für den mobilen Einsatz. Ebenso notwendig ist eine stabile WLAN Versorgung, die teils bauliche Maßnahmen und Investitionen erfordert. Die eingesetzte Software stammt aus der Telemedizin und wurde für pflegerische Anforderungen angepasst. Künftig sollen spezielle Konfigurationen Transparenz schaffen und qualitätssichere Dokumentation ohne Doppelerfassung ermöglichen.

Strukturierte Einführung und neue Freiräume

Die Umsetzung erfolgte in einer Vorbereitungs und einer Implementierungsphase mit Schulungen, rechtlicher Klärung und kontinuierlichem Praxisfeedback. Die neue Arbeitsweise ermöglichte kürzere Wege, asynchrone Kommunikation und psychische Entlastung. Pflegekräfte berichten von mehr Sicherheit, Motivation und Zeit für Menschlichkeit. Auch Bewohner:innen nahmen die Technik interessiert an. Aufbauend auf den Ergebnissen wird in Trier nun an Televisiten und regionaler Vernetzung gearbeitet, um die pflegerische Versorgung weiterzuentwickeln.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie im aktuellen „Digitalisierung“ der Fachzeitschrift Altenpflege (01/2026). https://www.altenpflege-online.net/epaper/