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GeriPAIN: Neue Standards für die Pflege

Mit der S3 Leitlinie „Schmerzmanagement bei geriatrischen Patient:innen in allen Versorgungssettings“ liegt erstmals eine umfassende, evidenzbasierte Orientierung für die Versorgung älterer Menschen mit Schmerzen vor. Die Leitlinie richtet sich ausdrücklich auch an Pflegefachpersonen.

Die S3 Leitlinie GeriPAIN bündelt wissenschaftliche Empfehlungen zum Schmerzmanagement bei geriatrischen Patient:innen in allen Versorgungssettings. Bild: Adobe Stock/Chinnapong

Schmerzen im Alter ernst nehmen

Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für Schmerzen und schmerzassoziierte Erkrankungen. Die Leitlinie betont, dass Schmerzen auch im höheren Lebensalter erkannt und behandelt werden können.

Erarbeitet wurde die Leitlinie nach den Vorgaben der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften. Sie steht über das AWMF Leitlinienregister frei zur Verfügung. Neben einer Kurzfassung und Evidenzberichten gibt es auch eine Patient:innenversion in verständlicher Sprache.

Schmerzen systematisch erfassen

Ein zentrales Element ist die strukturierte Schmerzerfassung. Die Leitlinie empfiehlt ein regelmäßiges Screening, ein gezieltes Assessment und eine Verlaufserfassung. Das gilt auch für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen. Bei fortgeschrittener Demenz soll zusätzlich eine systematische Fremdeinschätzung erfolgen.

Schmerzen zu erkennen ist Aufgabe aller Beteiligten. Neben Pflegefachpersonen leisten auch An und Zugehörige sowie weitere therapeutische Berufsgruppen einen wichtigen Beitrag. Voraussetzung sind regelmäßige Schulungen. Empfohlen werden Inhalte zu Schmerzerfassungsinstrumenten, Wirkung und Nebenwirkungen von Analgetika, Dokumentation sowie zur Zusammenarbeit im Team.

Qualität sichern und umsetzen

Um die Umsetzung der Empfehlungen zu fördern, entwickelte die Leitliniengruppe Qualitätsindikatoren. Sie dienen als quantitatives Maß zur Beurteilung der Umsetzung von Empfehlungen, unterstützen die Implementierung und machen Veränderungen in der Versorgungsqualität sichtbar. Für das interne Qualitätsmanagement wurde ein Strukturindikator definiert, der die Fort und Weiterbildung der Mitarbeitenden im Schmerzmanagement erfasst. Ziel ist eine möglichst hohe Beteiligung.

Weitere Informationen zur Diskussion finden Sie im aktuellen „Fachwissen Kompakt“ der Fachzeitschrift Altenpflege (02/2026). https://www.altenpflege-online.net/epaper/