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Pflegeunternehmen Humanas erforscht „Sinnhaftigkeit als Ressource“
Gemeinsam mit der Universität Magdeburg will Humanas erforschen, wie Mitarbeitende durch sinnstiftende Erfahrungen resilienter werden – und welche Maßnahmen sich dafür branchenübergreifend eignen.
Das Pflegeunternehmen Humanas aus Colbitz beteiligt sich an einem dreijährigen Forschungsprojekt, das die Bedeutung von Sinnhaftigkeit im Arbeitsalltag für die Widerstandsfähigkeit von Beschäftigten untersucht. Das Projekt trägt den Titel „Sinn als Ressource: Sensemaking-Methoden zur Resilienzsteigerung in Unternehmen (Sensilienz)“ und wird von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg koordiniert. Gefördert wird es bis 2028 vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR).
Im Mittelpunkt steht die Frage, welchen Einfluss das Empfinden von Sinn in der täglichen Arbeit auf Mitarbeitende und Unternehmen hat. Aus „Sense“ und „Resilienz“ entstand der Projektname Sensilienz, der „Widerstandsfähigkeit durch Sinnhaftigkeit“ ausdrücken soll. Ziel ist die Entwicklung eines wissenschaftlich fundierten Maßnahmenkatalogs, der branchenübergreifend angewendet werden kann.
Dreiköpfiges Projektteam
Bei Humanas begleitet ein dreiköpfiges Projektteam das Vorhaben. Neben Geschäftsführer Fabian Biastoch gehören Revisions- und Wissenschaftsreferentin Steffi Richter sowie Stiftungsreferentin Linda Wolf dazu. Biastoch betonte, man wolle „den Wert der Tätigkeit der Kolleginnen und Kollegen mit wissenschaftlicher Unterstützung sichtbarer machen“, etwa um die Fluktuation in den Wohnpark-Teams zu senken.
Die Zusammenarbeit mit der Universität Magdeburg solle helfen, Methoden zur Stärkung der individuellen und kollektiven Resilienz zu entwickeln. Dabei gehe es auch um bessere Mitarbeitendengewinnung, höhere Wettbewerbsfähigkeit, Gestaltung von Wachstumsprozessen und die digitale Weiterentwicklung in der Altenpflege.
„Wenn die Kolleginnen und Kollegen erleben, dass sie ihre Arbeit überall ausüben könnten, den Sinn davon aber besonders stark bei Humanas spüren, dann zeigt das Projekt Wirkung“, sagte Steffi Richter. Dadurch ließe sich auch die Widerstandsfähigkeit der Teams stärken.
Weitere Forschungseinrichtungen und Unternehmen beteiligt
Neben Humanas und der OvGU sind weitere Forschungseinrichtungen und Unternehmen beteiligt, darunter die Universität Osnabrück, Implantcast GmbH in Buxtehude, NetCo Professional Services GmbH in Blankenburg, die H. Paus Maschinenfabrik GmbH in Emsbüren sowie das Fraunhofer IFF in Magdeburg. Außerdem beteiligen sich die IHKs Magdeburg und Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim, die Handwerkskammer Magdeburg und die GesundheitsAkademie Magdeburg.
Das Projektteam erwartet, dass die Forschungsergebnisse langfristig dazu beitragen, Pflegearbeit als sinnstiftende und resilienzfördernde Tätigkeit sichtbarer zu machen – und damit auch den Pflegeberuf insgesamt zu stärken.
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