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BLGS fordert: Schluss mit separaten Pflegeabschlüssen

Der Bundesverband Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe will die Abschaffung der Ausbildungsgänge in Altenpflege und Gesundheits- und Kinderkrankenpflege. Grund sind die Zahlen eines aktuellen Regierungsberichts.

Praxisanleiterin leitet Azubi an, Blutdruck zu messen
Eine Praxisanleiterin leitet einen Azubi an, Blutdruck zu messen. Foto: Werner Krüper

Laut BLGS haben 99 Prozent der Absolventinnen und Absolventen in den Jahren 2023 und 2024 ihre Ausbildung mit einem generalistischen Abschluss als Pflegefachperson beendet. Das geht aus einem Bericht nach § 62 Pflegeberufegesetz hervor, den die zuständigen Ministerien im Februar 2026 vorgelegt haben.

Die generalistische Pflegeausbildung habe sich erfolgreich etabliert und die gesonderten Abschlüsse fast vollständig abgelöst, erklärt der Verband in einer Stellungnahme. Die Nachfrage steige: 2024 gab es neun Prozent mehr neue Ausbildungsverträge als im Vorjahr, 2025 weitere acht Prozent mehr.

Der BLGS sieht mehrere Vorteile der generalistischen Ausbildung: Sie ermöglicht Durchlässigkeit von der Pflegefachassistenz bis zum Pflegestudium und eröffnet vielfältige Karrierewege. Der Sonderfall der nach Altersstufen getrennten Pflegeausbildung sei obsolet geworden.

Parallel fordert der Verband einheitliche Weiterbildungsstrukturen für spezialisierte Versorgungsbereiche. Die Landesregierungen müssten bundesweit geltende Rahmenweiterbildungsordnungen schaffen, da Pflegekammern politisch verhindert worden seien.

Passend dazu: Hier entsteht die Zukunft der Pflegeausbildung – ein exklusiver Blick hinter die Kulissen