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Pflegeschulen kämpfen um Schutz vor Gewalt
Wenn an Pflegeschulen in NRW Gewalt auftritt, gibt es keine offiziellen Notfallpläne. Im Gegensatz zu anderen Schulen sind sie von staatlichen Schutzkonzepten ausgeschlossen.
Pflegeschulen in Nordrhein-Westfalen stehen bei Gewaltproblemen allein da. Während andere Bildungseinrichtungen Zugang zu staatlichen Schutz- und Krisenkonzepten haben, sind Gesundheits- und Pflegeschulen davon ausgeschlossen, kritisiert der Caritasverband für die Diözese Münster.
„Wir sind bei diesen Hilfsmaßnahmen außen vor“, sagt Kathrin Folz, Leiterin der Pflegeakademie in Datteln. Auch die 27 katholischen Pflegeschulen im Bistum Münster erleben laut Folz verbale und körperliche Gewalt: „Mobbing, Beschimpfungen, Drohungen“ sowie Sachbeschädigungen kämen vor.
Jonas Vorderwülbecke, Referent für Pflege beim Caritasverband, führt seit zwei Jahren Gespräche mit dem NRW-Arbeitsministerium – ohne Ergebnis. „Im Ernstfall fehlen Hinweise zu Ansprechpartnern, Meldeketten oder Sofortmaßnahmen“, erklärt er. Der Notfallordner stehe nicht zur Verfügung.
Der Caritasverband fordert eine verbindliche Aufnahme der Pflegeschulen in staatliche Schutzkonzepte sowie damit verbunden konkrete politische Verantwortungsübernahme. Unterstützung kommt von weiteren Akteuren, darunter die Uniklinik Köln und der Bundesverband Lehrende Gesundheits- und Sozialberufe.
Passend dazu: Gewalt in der Pflege wird auch vom 21.-22.4.26 auf dem Altenpflege Messekongress in Essen im Rahmen des Themas „Pflegequalität sichern“ behandelt.
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