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Saarland testet mobile Hightech-Diagnostik für Pflegeheime
Ein LKW voller Medizintechnik soll Pflegeheimbewohnern und -bewohnerinnen im Saarland künftig belastende Krankenhausaufenthalte ersparen. Das bundesweit einmalige Modellprojekt startet mit über acht Millionen Euro Förderung.
Die Universität des Saarlandes hat gemeinsam mit dem Universitätsklinikum ein mobiles Diagnostikfahrzeug entwickelt, das Pflegeheime direkt anfahren wird. Das DIKOM-Fahrzeug ist mit einem Computertomographen, Röntgen- und Ultraschallgerät, EEG- und EKG-Geräten sowie einem Labor ausgestattet – entsprechend dem Standard einer klinischen Notaufnahme. Der Gemeinsame Bundesausschuss fördert das Projekt mit über acht Millionen Euro.
Laut Prof. Klaus Faßbender, dem Projektleiter, werden die erhobenen Daten über geschützte mobile Übertragung direkt an Fachspezialisten übermittelt. Diese werten die Befunde aus und stellen sie den Hausärzten und Pflegeteams zur Verfügung. „Auf diese Weise werden die Haus- und Fachärzte vor Ort gestärkt und die Krankenhäuser entlastet“, erklärt Faßbender.
Im Saarland leben mehr als 14.000 Menschen in 160 Pflegeheimen, die häufig dement oder mobilitätseingeschränkt sind. Bisher werden sie bei gesundheitlichen Problemen meist nur zur Diagnostik für mehrere Tage ins Krankenhaus eingewiesen. Der Gemeinsame Bundesausschuss fördert das dreijährige Modellprojekt. Ab September erhalten zunächst rund 4.000 Heimbewohner und -bewohnerinnen aus etwa 50 Pflegeheimen die mobile Diagnostik in ihrer vertrauten Umgebung.
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