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Linnemann übernimmt Gesundheitsministerium mit vollem Aufgabenheft

Carsten Linnemann wird neuer Bundesgesundheitsminister. Der bisherige CDU-Generalsekretär folgt auf Nina Warken, die ins Kanzleramt wechselt. Für ihn ist es der verspätete Einstieg ins Kabinett.

Carsten Linnemann (CDU) wird neuer Gesundheitsminister.
Carsten Linnemann (CDU) wird neuer Gesundheitsminister. Foto: Steffen Böttcher

Bundeskanzler Friedrich Merz hat Carsten Linnemann als neuen Gesundheitsminister benannt. Der 45-jährige CDU-Politiker löst Nina Warken ab, die als neue Kanzleramtschefin zu Merz wechselt. Für Linnemann ist es der Sprung ins Kabinett mit Verzögerung: Bereits nach der Bundestagswahl hatte er die Chance auf einen Ministerposten, entschied sich aber bewusst für die Parteizentrale als Generalsekretär.

Damals war Linnemann sogar als Chef eines Superministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Soziales im Gespräch. Zur Fusion der Ministerien kam es nicht, doch Linnemann hätte trotzdem ins Kabinett wechseln können. Nun steigt der bisherige CDU-Generalsekretär mitten in den Reformprozess ein und muss gleich die Pflegereform stemmen.

Der Verband der Ersatzkassen (vdek) mahnt Linnemann zu schnellem Handeln. „Jetzt kommt es darauf an, dass die dringend benötigten Strukturreformen nicht ins Stocken geraten“, erklärt vdek-Vorstandsvertreter Boris von Maydell. Linnemann müsse die Einführung der Primärversorgung, die Reform der Pflegeversicherung und die Notfallversorgung zügig vorantreiben.

Warken hatte mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ein Sparpaket durchgesetzt, das laut vdek ein Einsparvolumen erreichte „wie es zuletzt beim GKV-Modernisierungsgesetz 2004 zu beobachten war“. Merz lobte Warken für ihre Durchsetzungsfähigkeit bei der Krankenkassenreform. Warken löst Thorsten Frei ab, der als Fraktionschef dem zurückgetretenen Jens Spahn (beide CDU) nachfolgt.

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