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Durchhalten bis zur Rente in der Altenpflege unrealistisch

Eine neue DGB-Studie offenbart eine dramatische Situation in der Altenpflege: Deutlich mehr als die Hälfte der Beschäftigten glaubt nicht, bis zum Rentenalter arbeiten zu können.

Vor allem körperlich schwere Arbeit führt dazu, dass viele Beschäftigte in der Altenpflege sich nicht vorstellen können, bis 67 zu arbeiten. Foto: AdobeStock/CHW

Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat für seine Beschäftigtenbefragung „DGB-Index Gute Arbeit“ knapp 28.000 Arbeitnehmer befragt. Das Ergebnis für die Pflege ist alarmierend: In der Kranken- und Altenpflege gehören die Beschäftigten zu den Berufsgruppen mit den pessimistischsten Einschätzungen ihrer künftigen Arbeitsfähigkeit. 67 Prozent der Mitarbeitenden in der Altenpflege gehen nicht davon aus, bis zur Rente durchhalten zu können.

Die Gründe sind laut DGB eindeutig: Körperlich schwere Arbeit führt dazu, dass 72 Prozent der Betroffenen nicht bis zur Rente durchhalten können. Sehr häufiger Zeitdruck, unter dem auch viele Pflegekräfte leiden, lässt 59 Prozent pessimistisch in die Zukunft blicken. Lange Arbeitszeiten und fehlende Handlungsspielräume verstärken das Problem.

Hoffnung bietet die betriebliche Gesundheitsförderung: Wo Arbeitgeber entsprechende Maßnahmen anbieten, sehen 69 Prozent der Beschäftigten ihre Arbeitsfähigkeit bis zur Rente als gesichert an. Doch laut Studie verfügt mehr als die Hälfte der Befragten über keinerlei betriebliche Gesundheitsförderung.

Die Studie basiert auf Daten der Jahre 2022 bis 2026 und gilt als verlässlicher Indikator für tatsächliche Arbeitsausfälle und Frühverrentungen.

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