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Heimbetreiber Korian testet KI im Pflegeheim
Der Heimbetreiber Korian hat dreieinhalb Jahre digitale Technik im Haus Karlsfeld bei München getestet. Einige Lösungen will das Unternehmen nun in allen Einrichtungen einführen.
Das Modellprojekt „Pflege 2030″ untersuchte, wie KI und Roboter Pflegekräfte entlasten können. Laut Korian erwies sich sprachgestützte Pflegedokumentation als besonders erfolgreich. Sie spare pro Pflegekraft täglich 30 Minuten und verbessere die Qualität der Dokumentation.
KI-gestützte Sturzerkennung überwacht Bewohner diskret mit Sensoren und steht bereits als buchbare Zusatzleistung zur Verfügung. Putzroboter übernehmen Reinigungsaufgaben automatisch. Bei den Bewohnern kommen interaktive Spieletische und VR-Brillen für virtuelle Ausflüge gut an.
Nicht alle Techniken überzeugten: Eine App zur Gangbild-Analyse, ein EKG-schreibender Toilettensitz und ein Bett für automatische Umlagerung bewährten sich nicht. Praktische Eignung sei wichtiger als technische Raffinesse, betont Korian.
Das Projekt wurde mit 3,1 Millionen Euro vom Freistaat gefördert. Bis 2028 will Korian alle erfolgreichen Lösungen auf sein deutsches Netzwerk mit 219 Standorten übertragen. Die Erkenntnisse wurden in einem Handbuch festgehalten, von dem auch andere Pflegeanbieter profitieren können.
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