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Modellprojekt testet Pflegebegutachtung durch Pflegefachpersonen

Von April 2026 bis März 2028 erprobt das Modellprojekt MEET neue Wege der Pflegebegutachtung. Pflegefachpersonen aus Einrichtungen sollen künftig möglichweise Begutachtungen übernehmen können.

Eine MD-Prüferin redet mit einem Bewohner.
Eine MD-Prüferin redet mit einem Bewohner. Foto: Werner Krüper

Das Modellprojekt zur Weiterentwicklung der Pflegebegutachtung (MEET) startet 2026 und prüft, wie Pflegefachpersonen in ambulanten und stationären Einrichtungen künftig Begutachtungen durchführen können. Laut Medizinischem Dienst Bund soll die Begutachtung setting- und bedarfsorientierter werden.

Acht Pflegeeinrichtungen in verschiedenen Regionen testen das neue Verfahren. Dort führen sowohl Gutachter:innen des Medizinischen Dienstes als auch Pflegefachpersonen der Einrichtungen Begutachtungen durch. Um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten, sollen 80 Begutachtungen auf diese Weise stattfinden und anschließend ausgewertet werden.

Das Projekt will die Zusammenarbeit zwischen Gutachter:innen und Pflegefachpersonen optimieren. Zudem sollen Informationen aus der Begutachtung besser für die Versorgung genutzt werden. Eine bundesweite Online-Befragung unter 1.000 Pflegefachpersonen begleitet das Projekt.

Die Hochschulen Osnabrück und Hamburg sowie das Institut AGP Sozialforschung führen das Projekt wissenschaftlich durch. Zudem sind die Medizinischen Dienste und Medicproof, der Gutachterdienst der privaten Krankenversicherung, am Modellprojekt beteiligt.

Passend dazu: Nutzen Sie den PflegeKompass, ein kostenfreies Zusatzangebot im Rahmen des Altenpflege-Abonnements: Externe Prüfergebnisse auswerten