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Wie hoch die aktuellen Pflegeheim-Eigenanteile sind

Das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) meldet einen neuen Höchststand: Pflegebedürftige zahlen im Schnitt 3.652 Euro monatlich für vollstationäre Pflege.

Geldscheine und ein Pflegeversicherungsschild liegen zusammen, was auf die finanziellen Herausforderungen in der Altenpflege hinweist.
Durchnschnittlich 2.049 Euro nur für Pflegekosten entstehen derzeit pro Monat bei Pflege im Pflegeheim. Foto: AdobeStock/studio v-zwölf

Die Eigenanteile in deutschen Pflegeheimen haben zur Jahresmitte einen neuen Rekordwert erreicht. Laut dem Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) müssen Pflegebedürftige bundesweit durchschnittlich 3.652 Euro pro Monat aufbringen. Der Betrag setzt sich zusammen aus 2.049 Euro für Pflegekosten, 1.077 Euro für Unterkunft und Verpflegung sowie 526 Euro für Investitionskosten. Nicht eingerechnet in die WIdO-Zahlen sind individuelle Zuschüsse, die Heimbewohne:innen ab Pflegegrad zwei entsprechend ihrer Aufenthaltsdauer in einer Einrichtung bekommen.

Welche regionalen Unterschiede gibt es bei den Pflegekosten?

Die Spanne zwischen den Bundesländern ist erheblich: Baden-Württemberg führt mit 4.075 Euro monatlich, während Sachsen-Anhalt mit 3.199 Euro am günstigsten ist. Bei den pflegebedingten Eigenanteilen allein reicht die Bandbreite von 1.756 Euro in Rheinland-Pfalz bis 2.414 Euro in Berlin.

Wie stark sind die Pflegekosten gestiegen?

Die Entwicklung seit 2017 ist dramatisch: Die pflegebedingten Eigenanteile haben sich laut WIdO mehr als verdreifacht: ein Anstieg von 232 Prozent. Unterkunft und Verpflegung verteuerten sich um 52 Prozent, die Investitionskosten um 23 Prozent.

Noch-Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) sieht die Bundesländer in der Pflicht. Sie könnten „zur Begrenzung der Eigenanteile dadurch beitragen, dass sie die Pflegebedürftigen beim Tragen der Investitionskosten entlasten“, so Warken bei der Vorstellung ihrer Pflegereform-Pläne.

Das geplante Pflegeneuordnungsgesetz soll die Pflegeversicherung bis 2030 um 9,7 Milliarden Euro entlasten, indem die Zuschüsse zeitlich gestreckt werden. Die finanzielle Entlastung setzt damit deutlich später ein.

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