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Altenpflege steht vor Kipppunkt
In Bremen und Bayern sind die Folgen des Pflegekräftemangels gravierend. Bereits in fünf Jahren erreichen die beiden Länder als erste Bundesländer einen personellen Kipppunkt.
Dies bedeute, dass im Jahr 2029 nicht mehr genügend Absolventinnen und Absolventen der Pflegeschulen nachrücken werden, um die Lücke zu schließen, die durch das altersbedingte Ausscheiden der geburtenstarken Jahrgänge entsteht. Das geht aus dem aktuellen Pflegereport der DAK-Gesundheit hervor, der am Dienstag in Berlin vorgestellt wurde. Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtete vorab.
„Aufgrund des sehr lokal geprägten Arbeitsmarktes variieren die Kipppunkte stark auf der Landkreis- und städtischen Ebene innerhalb der Bundesländer“, sagte der Autor der Studie, Professor Thomas Klie.
Laut der Studie gab es 2023 über 1,14 Millionen professionell Pflegende in Deutschland. Mehr als jeder Fünfte von ihnen wird in den nächsten zehn Jahren das Rentenalter erreichen. Laut DAK-Pflegereport müssen in den nächsten zehn Jahren in fast allen Bundesländern rund 20 Prozent der Pflegekräfte ersetzt werden. Am höchsten ist der Ersatzbedarf mit 26,5 Prozent in Bremen.
Problematisch ist die Situation auch in Bayern. Bundesweit ist die Zahl der Beschäftigten in den vergangenen zehn Jahren gestiegen. Mit einem Plus von 9,3 Prozent liegt Bayern jedoch auf dem vorletzten Platz. Zum Vergleich: In Nordrhein-Westfalen stieg die Zahl der Beschäftigten in der Altenpflege laut der neuen Studie innerhalb von zehn Jahren um 45,8 Prozent.
Im DAK-Pflegereport haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter der Leitung von Professor Thomas Klie vom Institut AGP Sozialforschung die Auswirkungen der demografischen Entwicklung auf das Pflegesystem untersucht.
Passend dazu: Das Thema Fachkräftesicherung ist Schlüsselthema auf dem Messekongress der Leitmesse ALTENPFLEGE 2024 in Essen.
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