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Bremer Pflegeforschung gewinnt mit KI-Projekt Gesundheitspreis der Robert Bosch Stiftung
Für ihr Forschungsprojekt ProKIP zur Integration von KI in die Pflegepraxis sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Bremen mit dem Sonderpreis „Ideas for Impact“ ausgezeichnet worden.
Das Bremer Forschungsprojekt ProKIP („Prozessentwicklung und -begleitung zum KI-Einsatz in der Pflege“) ist mit dem Sonderpreis „Ideas for Impact“ der Robert Bosch Stiftung ausgezeichnet worden. Die Verleihung fand am 26. Februar 2026 in Berlin statt. Mit der mit 25.000 Euro dotierten Auszeichnung würdige der Bosch Health Campus das Engagement des Forschungsteams um Professorin Karin Wolf-Ostermann vom Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP) der Universität Bremen.
Das Projekt habe untersucht, wie Künstliche Intelligenz (KI) erfolgreich in die Pflegepraxis integriert werden könne. Grundlage bildeten theoretische und empirische Analysen, die in ein sogenanntes KI-Pflege-Readiness-Assessment mündeten – ein Bewertungsinstrument, das den Reifegrad von Pflegeeinrichtungen und Projekten für den Einsatz von KI ermittelt. Dabei seien Aspekte wie Datenqualität, ethische Fragen und praktischer Nutzen der Technologien berücksichtigt worden.
Partizipative Ansätze
Darüber hinaus hätten die Forschenden partizipative Ansätze entwickelt, um Pflegekräfte, Patientinnen und Angehörige frühzeitig in Entwicklungsprozesse einzubinden. Für den Wissenstransfer wurde eine digitale Plattform eingerichtet, ergänzt durch Forschungswerkstätten („Labs“) und Coaching-Angebote, die Fachkräften bei der Einführung von KI-Systemen unterstützende Hilfen bieten sollen.
„Der Preis macht die Innovationsleistung von KI-Pflege-Projekten sichtbar und schafft mit dem KI-Readiness-Assessment erstmals eine Wissensbasis zum KI-Reifegrad von Pflegeeinrichtungen und Kliniken“, sagte Wolf-Ostermann.
Maßgeblich beteiligt an der Umsetzung seien laut Universität Bremen Dr. Kathrin Seibert, Dominik Domhoff, Janissa Altona sowie Professorin Dagmar Borchers mit ihrem Team von der Angewandten Philosophie gewesen.
Acht bundesweite Verbundprojekte
ProKIP habe acht bundesweite Verbundprojekte des Förderprogramms „Repositorien und KI-Systeme im Pflegealltag nutzbar machen“ des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Weitere Projektpartner waren die Charité – Universitätsmedizin Berlin, die Berliner Hochschule für Technik, der Verband für Digitalisierung in der Sozialwirtschaft in Halle (Saale) sowie das Alexander von Humboldt-Institut für Internet und Gesellschaft in Berlin. Gefördert wurde das Vorhaben ebenfalls vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt.
Mit dem Preis „Ideas for Impact“ – dem früheren Otto Mühlschlegel Preis – zeichnet die Robert Bosch Stiftung alle zwei Jahre Versorgungskonzepte aus, die älteren Menschen mehr Lebensqualität bieten und die Weiterentwicklung des Gesundheitssystems fördern. 2026 wurde erstmals ein Sonderpreis vergeben.
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