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Bürokratiemaßstäbe gefährden Pflege
Der Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart e.V. übt starke Kritik an bürokratischen Maßstäben in der Pflege. Die Leidtragenden der Prozesse und Bürokratieauswirkungen seien meist ausnahmslos die Pflegeeinrichtungen.
„Personal, das im Grunde zur Verfügung steht, kann nicht der Qualifikation entsprechend eingesetzt werden“, so die beiden Sprecher des „Netzwerk Alter und Pflege“ im Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Boris Strehle und Professor Dr. Wolfgang Wasel.
Grundlegende Ursachen dafür seien vor allem Personalmangel in Behörden und unzureichendes Vertrauen in die Pflegeheime. Durch fehlendes Personal sind Bearbeitungszeiträume für Anträge bezogen auf die Anerkennung ausländischer Pflegekräfte oder Pflegegradeinstufungsprozesse langwierig. Auch Sozialhilfeanträge von zu pflegenden Personen werden nur langsam bearbeitet.
Lösungsansätze beziehen sich insbesondere auf die Schaffung allgemein gültiger und länderübergreifender Anerkennungen von Qualifikationen und die Verlagerung von Entscheidungsprozessen in die Pflegeheime.
Strehle und Wasel sind sich einig: „Wenn wir die Seniorenheime am Leben erhalten wollen, müssen die Abläufe einfacher und effizienter werden.“
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