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Chronische Wunden: Wie Pflegende die Lebensqualität in den Blick nehmen
Ein neues Behandlungskonzept für die Wundversorgung rückt den Menschen mit der Wunde in den Vordergrund und soll die Lebensqualität verbessern.
„Das Leben mit einer Wunde unterscheidet sich oft von dem mit anderen chronischen Erkrankungen“, so John Schäfer, Dozent für chronische Wunden, in der August-Ausgabe der Fachzeitschrift Altenpflege. „Für Betroffene ist das Thema sehr emotional und kann ein Gefühl von Isolation auslösen.“ Entsprechend müsse auch die Pflege sensibel und emotional gestaltet sein, so Schäfer.
Das oberstes Gebot sei, mit der behandelten Person zu reden, ihr zuzuhören. „Fragen Sie, wie sie sich fühlt und wie sie ihr Leben mit Wunde gestaltet“, empfiehlt Schäfer. „Achten Sie dabei auch auf Befindlichkeiten, die auf den ersten Blick weniger direkt im Zusammenhang mit der Wunde stehen.“ Einsamkeitsgefühle etwa. Manche Betroffene mit chronischer Wunde zögen sich aus Scham zurück, andere würden von Angehörigen gemieden oder seltener besucht, weil die Wunde unangenehm auffalle.
Das könne zu einem Hemmnis für die Wundheilung werden. Pflegende sollten daher die Bedürfnisse und Wünsche der zu versorgenden Menschen in Erfahrung bringen und verstehen, um sie in die Wundversorgung einzubeziehen.
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