Demenz
Demenzversorgung: „Sichere Beziehungen fördern demokratische Strukturen“
Innovative Betreuungskonzepte für Menschen mit Demenz stehen im Mittelpunkt der Messekongress-Session „Zukunft Demenz: Neue Konzepte im Fokus. Wissenschaft und Praxis im Dialog über innovative Versorgungsansätze“ auf der ALTENPFLEGE 2025, die vom 8. bis 10. April in Nürnberg stattfindet. Lydia Kassing, Heimleitung und PDL im Resi-Stemmler-Haus der Stiftung Marien-Hospital, Euskirchen, stellt die Wirkung eines personzentrierten Ansatzes auf den Menschen mit Demenz und seine Zugehörigen vor – und dabei ist die Reduktion von Psychopharmaka nur ein Aspekt von vielen.
Was erwartet die Kongressteilnehmenden in Ihrer Session zur „Zukunft Demenz“?
Lydia Kassing: In meiner Session dürfen sich die Kongressteilnehmenden auf ein interaktives und praxisorientiertes Erlebnis freuen. Ich werde ihnen zeigen, wie Menschen mit Demenz und ihre Familien auch in Einrichtungen personzentriert an demokratischen Prozessen aktiv beteiligt werden und hierdurch ein Gefühl des Willkommenseins erfahren. Besonders im Fokus steht, wie wir Menschen mit besonderem Ausdrucksverhalten besser verstehen und entsprechend individuell reagieren können. Die Teilnehmenden können einen Eindruck gewinnen von passgenauem Handeln, um sowohl in Alltagssituationen als auch in komplexeren sozialen Interaktionen angemessen und effektiv zu agieren. Es wird Raum für Austausch und konkrete Handlungsansätze geben, die sie direkt in ihrem Pflegealltag anwenden können.
Welche welche Inspiration nehmen Teilnehmende mit zurück in ihre Einrichtungen?
Lydia Kassing: Nach dem Besuch meiner Session werden die Teilnehmenden konkrete, praxisnahe Ansätze mitnehmen, die sie direkt in ihren Einrichtungen anwenden können. Sie werden lernen, wie sie demokratische Prozesse fördern und ein inklusives Umfeld schaffen können, in dem sich die Familien willkommen und verstanden fühlen. Darüber hinaus werden sie inspiriert, wie sie durch gezielte Kommunikation und eine offene Haltung das Zusammenarbeiten in ihrem Team und mit den Menschen, mit denen sie arbeiten, stärken können. Der Mehrwert liegt also in einer personzentrierten Grundhaltung und fachlichem Pflegeverständnis, welche sowohl dem Team Handlungssicherheit und ein empathisches Miteinander ermöglicht.
Worauf sich die Teilnehmenden noch freuen können
Pflegewissenschaftler Dr. habil. Thomas Boggatz eröffnet die Kongress-Session „Zukunft Demenz“ mit einem „Blick aus der Wissenschaft: Neue Versorgungsansätze für den Umgang mit Demenz“. Im Anschluss lernen Teilnehmende das Versorgungskonzept der „Gammeloase“ in Marl mit Wohnbereichsleiter Christian Löbel und Betreuungsrkraft Gabriele Naskrent kennen, bevor Lydia Kassing die Personenzentrierung vertieft und es danach in die Diskussion geht.
Passend dazu:
- Neue Konzepte für Demenz: praxisnahe Ansätze im Fokus
- Pflegewissenschaft hilft bei der Auswahl von Konzepten
- Lydia Kassing im Interview über Opesa
Das vollständige Programm des Messekongresses und Tickets:
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