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Deutlich längere Bearbeitungszeiten bei Begutachtungen
Die zu Beginn des Jahres in Kraft getretene
Pflegereform hat zu deutlich längeren
Bearbeitungszeiten bei Begutachtungen geführt. Das gehe
aus der Antwort des Bundesgesundheitsministeriums auf eine
Anfrage der Fraktion der Linkspartei im Deutschen
Bundestag hervor, berichten die Zeitungen des
"Redaktionsnetzwerks Deutschland" (RND).

Demnach betrug die durchschnittliche Bearbeitungszeit
bei den so genannten Regelbegutachtungen im Oktober
2017 bundesweit 30,6 Tage. Im Oktober 2016 waren es
noch 18,1 Tage gewesen. Laut
Bundesgesundheitsministerium gab es bei wichtigen
Erstanträgen nach durchschnittlich 12,5 Arbeitstagen
Entscheidungen. Leistungen der Pflegeversicherung
werden rückwirkend zum Zeitpunkt der Antragstellung
gewährt.
Die stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion,
Sabine Zimmermann, sieht die neuen
Zahlen als Alarmzeichen. "Die Erhöhung der
Bearbeitungszeit ist besorgniserregend. Jeder
Pflegebedarf ist dringend, und es muss schnell
gehandelt werden", so die Politikerin gegenüber dem
RND, "wo professionelle Leistungen sich verspäten,
müssen Familien einspringen. Erneut zeigt sich, wie
nötig eine schnelle personelle und finanzielle
Aufstockung der Medizinischen Dienste ist."
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