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DFPP legt Praxisleitfaden zum professionellen Umgang mit Suizidalität vor

Die DFPP veröffentlicht eine Praxisempfehlung zum Umgang mit Suizidalität, die aktuelles Wissen der psychiatrischen Pflege bündelt und Pflegefachpersonen Orientierung für Diagnostik, Intervention und Nachsorge geben soll.

Foto: epd/Werner Krüper (Symbolbild).,

Nach Angaben der Deutschen Fachgesellschaft für Psychiatrische Pflege (DFPP) stellt Suizidalität eine „bedeutende und zugleich häufig tabuisierte Herausforderung in der psychiatrischen Versorgung“ dar. Pflegefachpersonen seien in engem und kontinuierlichem Kontakt mit Menschen in existenziellen Krisen und leisteten einen wichtigen Beitrag zur Einschätzung von Risiken, zur Krisenintervention und zur Stabilisierung. Mit einer neuen Praxisempfehlung zum Umgang mit Suizidalität wolle die DFPP psychiatrische Pflegekräfte fachlich unterstützen und ihre Handlungssicherheit stärken.​

Die Empfehlung bündelt laut DFPP aktuelles fachliches Wissen der psychiatrischen Pflege und soll Orientierung für Diagnostik, Planung, Intervention und Postvention geben. Erarbeitet worden sei das Papier von einer Unterarbeitsgruppe auf Grundlage aktueller Literatur, praxisbezogener Diskussionen und konsentierter Abstimmungen. Ziel sei es, eine reflektierte, beziehungsorientierte Pflegepraxis zu fördern und Pflegefachpersonen im Umgang mit suizidgefährdeten Menschen zu stärken.​

Suizidale Krisen frühzeitig erkennen

Adressiert ist die Empfehlung ausdrücklich an psychiatrische Pflegefachpersonen in unterschiedlichen Versorgungssettings. Sie soll diesen helfen, suizidale Krisen frühzeitig zu erkennen, strukturiert zu beurteilen und passende pflegerische Maßnahmen zu planen. Die DFPP verweist darauf, dass in Deutschland nach einem langfristigen Rückgang der Suizidraten seit 2021 wieder ein Anstieg zu verzeichnen sei und wöchentlich etwa 200 Menschen durch Suizid sterben. Vor diesem Hintergrund hebe die Fachgesellschaft die Rolle der psychiatrischen Pflege als zentrale Akteurin der Suizidprävention hervor.

Die Publikation steht interessierten Fachkräften ab sofort online zur Verfügung. Mit der Praxisempfehlung solle die psychiatrische Pflege in ihrer fachlichen Verantwortung gestärkt und ein Beitrag zu einer qualitätsgesicherten, suizidpräventiven Versorgung geleistet werden.

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