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Ein Leben für den Blick auf den Menschen
Eckehard Schlauß wechselte vom Geheimdienst in die Altenpflege und entwickelt Konzepte für eine bedarfsgerechte Demenzbetreuung.
Ein ungewöhnlicher Lebensweg
Eckehard Schlauß hat Geheimdienste beraten, internationale Gespräche begleitet und Kriege erlebt. Heute arbeitet er in der Altenpflege. Seine Biografie folgt einer zentralen Frage: Was braucht der Mensch, der mir gegenübersitzt. Geboren in Frankfurt an der Oder, geprägt von seinem Vater, entwickelte er früh den Anspruch, eigene Entscheidungen zu treffen. Nach einer Laufbahn in der Vernehmungspsychologie und als Offizier endete diese Phase 1989. Er musste sich neu orientieren und wandte sich der Psychiatrie zu.
Vom Krankenhaus zur Demenzpflege
Im Evangelischen Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge begann er seine neue Laufbahn. Erst nach mehreren Ablehnungen konnte er eine Ausbildung in der Altenpflege abschließen. 2005 folgte der Abschluss, ergänzt durch ein Gerontologiestudium. Parallel baute er ein Demenz und Delirmanagement auf. In Zusammenarbeit mit der Psychiatrie entstanden Projekte und Veröffentlichungen. Schlauß vernetzte sich international und entwickelte Konzepte weiter. Insgesamt blieb er 28 Jahre im Krankenhaus, bevor er in die stationäre Altenpflege wechselte.
Haltung statt Automatismus
Heute setzt er auf individuelle Entscheidungen. Ein gestürzter Bewohner wird nicht automatisch eingewiesen. Stattdessen stehen Beobachtung, Vigilanzkontrolle und gezielte Maßnahmen im Vordergrund. Sein Ansatz basiert auf der Selbsterhaltungstherapie nach Dr. Barbara Romero sowie dem Konzept der Demenz-WG. Ziel ist es, Krisen zu vermeiden, indem Bedürfnisse früh erkannt werden.
Weitere Informationen zum Thema finden Sie im aktuellen „Hauptperson“ der Fachzeitschrift Altenpflege (04/2026). https://www.altenpflege-online.net/epaper/
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