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Ein Viertel der Über-65-Jährigen nimmt opioidhaltige Schmerzmittel ein

Neue Daten aus dem „Suchtsurvey 65+“ zeigen besorgniserregende Trends beim Suchtmittelkonsum älterer Menschen in Bayern. Maßnahmen zur Prävention sind dringend erforderlich.

Geöffneter Medikamentenblister
Die Einnahme opioidhaltiger Schmerzmittel ist bei Über-64-Jährigen in Bayern besorgniserrend hoch. Foto: AdobeStock/Joachim Lechner

Bayerns Gesundheits- und Präventionsministerin Judith Gerlach warnt vor den Gefahren des Alkohol- und Medikamentenmissbrauchs im Alter. Der neue Gesundheitsreport des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) stellt die Ergebnisse des „Suchtsurvey 65+“ vor, der erstmals repräsentative Daten zum Suchtmittelkonsum älterer Menschen in Bayern liefert.

Der Bericht zeigt, dass ein erheblicher Teil der Über-65-Jährigen einen problematischen Gebrauch von opioidhaltigen Schmerzmitteln aufweist. Mehr als ein Viertel nimmt sie in größeren Mengen oder über einen längeren Zeitraum als verordnet ein. „Fast ein Fünftel der Befragten gab an, opioidhaltige Schmerzmedikamente auch aus anderen Gründen zu wählen, z.B. wegen Verstimmung oder Aufregung“, so Prof. Dr. Christian Weidner, Präsident des LGL.

Das am weitesten verbreitete Suchtmittel im Alter ist laut Gerlach Alkohol. Etwa jeder zehnte Befragte weise einen problematischen Alkoholkonsum auf. Prof. Dr. Christian Weidner, Präsident des LGL, ergänzt, dass 12 Prozent der über 65-Jährigen mindestens viermal pro Woche Alkohol trinken und 16 Prozent zwei- bis dreimal pro Woche. Die Gründe für den Alkoholkonsum sind vielfältig: Geschmackserlebnis, Entspannung und Einschlafhilfe. Darüber hinaus zeigt die Befragung, dass besonders belastende Lebensereignisse, wie der Verlust eines nahestehenden Menschen, mit einem problematischen Alkoholkonsum der Betroffenen einhergehen.

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