Personal

Fachkräftesicherung: Ministerin stellt Ergebnisse vor

Sozialministerin Ursula Nonnemacher hat heute im Sozialausschuss des Landtages die Ergebnisse des Runden Tisches „Fachkräftesicherung in der Langzeitpflege“ vorgestellt. Seit Mai 2022 hatte das Gremium bestehend aus 24 Mitgliedern sich mit gemeinsamen Strategien und Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität des Pflegeberufs und zur Gewinnung von Pflegekräften beschäftigt. Die Abschlusssitzung fand am 15. März 2024 statt.

Ursula Nonnemacher
Sozialministerin Ursula Nonnemacher hat im Sozialausschuss des Landtages die Ergebnisse des Runden Tisches vorgestellt. Foto: MSGIV

Der Runde Tisch hat vier Themenblöcke bearbeitet:

  • Anwerbe-, Integrations- sowie Berufsanerkennungsmaßnahmen zur nachhaltigen Gewinnung ausländischer Pflege(fach)kräfte
  • Steigerung der Attraktivität des Pflegeberufs
  • Qualifikationsmix in der Pflege / bedarfsorientierter Personaleinsatz in der Pflege
  • Erweiterung der Datenbasis um weitere zukünftige Entwicklungsszenarien

In einer Arbeitsgruppe des Landespflegeausschusses wurden Vorschläge für einen „Brandenburger Weg“ zur Anwerbung und Integration ausländischer Pflegekräfte erarbeitet. Ausgehend von den vorhandenen Rahmenbedingungen im Land Brandenburg sollen Verfahren zur Anwerbung und Integration ausländischer Fachkräfte für Pflegebetriebe weiter optimiert werden. In einem ersten Schritt wird hierzu das bestehende Online-Fachkräfteportal Brandenburg der Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH angepasst und um zusätzliche Funktionalitäten im Rahmen eines spezifischen Pflegeportals ergänzt. Pflegebetriebe finden hier zukünftig Informationen zur Fachkräftegewinnung im Ausland, zu Anwerbeaktivitäten und Anerkennungsverfahren. Pflegebetriebe sollen sich hier auch mit einem Unternehmensprofil als attraktiver Arbeitgeber präsentieren können.

Sozialministerin Nonnemacher dazu: „In unser älter werdenden Gesellschaft zählt die Fachkräftesicherung in der Pflege zu den größten sozialpolitischen Herausforderungen. Immer mehr Menschen sind auf Unterstützung angewiesen. Mit dem ‚Pakt für Pflege‘ setzen wir bereits erfolgreich viele verschiedene Maßnahmen um. Ausbildung und Fachkräftesicherung in der Langzeitpflege sind dabei eine wichtige Säule. Mit dem Runden Tisch haben wir gemeinsam den Fokus auf das Thema noch einmal deutlich verstärkt. Unter Beteiligung des Bildungs-, des Arbeits- und des Wissenschaftsministeriums haben Vertreterinnen und Vertreter von insgesamt 24 Institutionen und Organisationen sich mit ihren unterschiedlichen Expertisen ausgetauscht. Dabei wurde die Arbeit mit bestehenden Strukturen wie dem Landespflegeausschuss und dem Bündnis für Gute Arbeit eng verzahnt. Diese enge Verzahnung der verschiedenen Gremien war enorm wertvoll. Die Ergebnisse und Vorschläge sind eine gute Grundlage für unsere weitere Pflegepolitik.“