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Forsa-Umfrage: Pflege wichtiger als Wirtschaft!

Pflege und Gesundheit sind für die Deutschen laut aktueller forsa-Umfrage das wichtigste politische Thema. Die Daten zeigen: kaum jemand glaubt noch an eine langfristig hochwertige Versorgung.

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Die Bundesregierung hat aus Sicht von Gewerkschaften, Wohlfahrtsverbänden und der Wissenschaft wenig erreicht, um den Pflegenotstand zu bekämpfen. Foto: AdobeStock/kamasigns

Pflege und Gesundheit: Top-Thema für die Deutschen, aber politisch vernachlässigt

Eine aktuelle forsa-Umfrage im Auftrag des AOK-Bundesverbandes zeigt, dass die Deutschen Gesundheit und Pflege als das wichtigste politische Handlungsfeld (48 Prozent) bewerten – noch vor Wirtschaft (46 Prozent) und Bildung (40 Prozent).

Dr. Carola Reimann, Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, kritisiert: „Im aktuellen Wahlkampf spielt das Thema Gesundheit und Pflege bislang eine untergeordnete Rolle – mit Blick auf die forsa-Ergebnisse allerdings völlig zu Unrecht.“

Besonders alarmierend: Nur sieben Prozent der Befragten fühlen sich gut über die Parteipositionen in diesem Bereich informiert. Laut Reimann sei die Debatte zu stark auf populistische Forderungen wie unbezahlte Karenztage oder das Ende der telefonischen Krankschreibung fokussiert. „Solche Schnellschüsse lenken von den eigentlichen Effizienzproblemen im Gesundheitswesen ab und gehen auch an den Sorgen der Wählerinnen und Wähler völlig vorbei.“, so Reimann.

Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel gefordert

Als drängendste Aufgabe sehen die Befragten den Kampf gegen den Fachkräftemangel in der Kranken- und Altenpflege (79 Prozent). Es folgen der Zugang zur ärztlichen Versorgung in strukturschwachen Regionen (72 Prozent) und bessere Arbeitsbedingungen für Pflegepersonal (70 Prozent).

Regionale Unterschiede in der Zufriedenheit

Die Unzufriedenheit mit der Gesundheitsversorgung ist besonders im Osten Deutschlands groß: 53 Prozent bewerteten sie als unzureichend, verglichen mit 44 Prozent im Westen. Das Vertrauen in die Zukunft ist niedrig – nur vier Prozent der Deutschen glauben an eine langfristig hochwertige und bezahlbare Gesundheitsversorgung.

Passend dazu: Manche Pflegeeinrichtungen gehen neuen Wege, um für Mitarbeitende attraktiver zu werden. Andreas Claus vom DRK Sangehausen hat die Vier-Tage-Woche eingeführt. Er berichtet darüber auf dem AltenpflegeKongress. Es gibt noch Plätze. Jetzt schnell anmelden…