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Gehälter: Caritas liegt vorne

Der Verband katholischer Altenhilfe in Deutschland (VKAD) hat in einer neuen Publikation die Gehälter von Fachkräften, Hilfskräften und Auszubildenden bei der Caritas mit denen anderer Pflegeträger sowie den Löhnen anderer Branchen verglichen. Die Caritas bleibt demnach bei den Pflegelöhnen auf der Spitzenposition.

Pflegefachkräfte verdienen bei der Caritas in Vollzeit 4.194 Euro im Monat – gut 200 Euro mehr als bei anderen Trägern, so der VKAD. Foto: AdobeStock/Jürgen Flächle

Pflegefachkräfte verdienen bei der Caritas in Vollzeit 4.194 Euro im Monat – gut 200 Euro mehr als bei anderen Trägern und sogar mehr als ein Mechatroniker mit 3.874 Euro monatlich, so der VKAD jetzt in einer Pressemitteilung.

Hilfskräfte in der Pflege profitieren von Gehaltssteigerung am stärksten

Der Vergütungsabstand der Caritas zur Pflegebranche insgesamt ist auf die höchste Tariferhöhung des Wohlfahrtsverbandes seit 50 Jahren zurückzuführen. Mitarbeitende der Caritas erhalten im Jahr 2024 mehr als 11 Prozent mehr Lohn. Von dieser Steigerung profitieren Hilfskräfte am stärksten. Pflegehilfskräfte ohne Ausbildung verdienen bei der Caritas 3.302 Euro im Monat – über 400 Euro mehr als im Branchendurchschnitt. Pflegehilfskräfte mit einjähriger Ausbildung erhalten mit 3.738 € sogar 850 Euro mehr als der Branchenschnitt.

Auch bei den Ausbildungsvergütungen liegt die Caritas vorn. Eine angehende Pflegefachkraft erhält bei der Caritas schon im ersten Jahr eine tarifliche Ausbildungsvergütung von 1.341 Euro brutto im Monat. Im Mittel über die drei Ausbildungsjahre verdient sie fast 250 Euro mehr als die angehende Fachkraft für Mechatronik und über 100 Euro mehr als der angehende Versicherungskaufmann.

Gute Pflege gibt es nicht zum Nulltarif

Barbara Dietrich-Schleicher, Vorsitzende des Verbandes katholischer Altenhilfe in Deutschland und Co-Autorin der Publikation, kommentiert: „Die allgemeine Wertschätzung der Caritas gegenüber der Pflegearbeit, die sich in dieser Entlohnung widerspiegelt, ist ein wesentlicher Beitrag zur Aufwertung des Pflegeberufs. Auch angesichts des hohen Bedarfs an Nachwuchskräften für die Pflege ist dieser Weg alternativlos. Gute Pflege ist nicht zum Nulltarif zu bekommen.“

Dietrich-Schleicher betont weiter: „Nun sind die Kostenträger, Schiedsstellen und die Politik in der Pflicht, dass die Pflegeversicherung als Sozialversicherung ihrem Namen wieder gerecht wird. Pflegeträger, insbesondere die am Gemeinwohl orientierten, dürfen durch verschleppte Pflegesatzverhandlungen nicht vermehrt zum Fall für den Insolvenzverwalter werden.“