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Gewerkschafter schlagen Alarm: Pflege kommt in Wahlprogrammen zu kurz
Fachkräftemangel, demografischer Wandel und eine Pflegeversicherung in Schieflage: Die nächste Bundesregierung wird einige Nüsse zu knacken haben, um die pflegerische Versorgung aufrechzuerhalten. Tragbare Lösungen dafür seien in den Wahlprogrammen der Parteien für die Bundestagswahl 2025 jedoch leider nicht zu finden, mahnt die Pflege-Gewerkschaft BochumerBund.
„Die Analyse der Wahlprogramme zeigt, dass zwar positive Ansätze wie die Verbesserung der Arbeitsbedingungen, die Entlastung durch Digitalisierung und die Gewinnung von Fachkräften angestrebt werden. Doch die Versäumnisse sind gravierend“, so der BochumerBund in einer Pressemitteilung am Montag. Den Gewerkschaftern zufolge fehlten durchdachte Finanzierungspläne, Maßnahmen zur langfristigen Personalsicherung sowie Konzepte, um die Qualität der beruflichen Pflege durch gezielte Förderung von Qualifikation und Ausbildung nachhaltig zu stärken.
Übrigens: Welche Maßnahmen für die berufliche Pflege in den Wahlprogrammen der Parteien stecken, lesen Sie in der Rubrik „Pflege stark machen“ in der Februar-Ausgabe der Fachzeitschrift Altenpflege.
Wenn es nach den Gewerkschaftern geht, müsse die Pflege angesichts einer alternden und zunehmend pflegebedürftig werdenden Bevölkerung endlich als „zentrale Gesellschaftliche Aufgabe“ anerkannt und behandelt werden. Die kommende Bundestagswahl sei eine Gelegenheit, die entsprechenden Weichen zu stellen.
| Tipp aus der Redaktion: Am 12. Februar veranstalten die Redaktionen Altenheim und Häusliche Pflege des Vincentz Network einen Pflege-Talk mit Bundestagsabgeordneten und Branchenvertreterinnen und -vertretern zur Bundestagswahl und der Zukunft der Langzeitpflege. Die Teilnahme ist kostenlos und online möglich. Alle Infos dazu finden Sie hier. |
Dem BochumerBund zufolge braucht es dringend eine größere Vision: „Die Zukunft der Pflegeprofession darf nicht dem politischen Klein-Klein zum Opfer fallen. Es braucht umfassende und zukunftsweisende Reformen – für die Fachpersonen, die Pflegebedürftigen und die Gesellschaft als Ganzes.“
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